Fußball-Oberliga Niedersachsen

SVG Göttingen strahlt, etwas Licht bei Eintracht Northeim

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Der Ausgleich: Maurice Weinhardt traf zum Northeimer 1:1 gegen Tündern. Der Siegtreffer wollte dann aber nicht mehr fallen. 

Zuschauer haben oft ein feines Gespür dafür, Situationen schnell richtig einzuschätzen. Und als Schiedsrichter Patrick Herbach am Sonntagnachmittag das Duell der Fußball-Oberliga Hannover/Braunschweig zwischen Eintracht Northeim und den Gästen von BW Schwalbe Tündern abpfiff, spendeten sie der Mannschaft von Trainer Jan Ringling lautstark Applaus.

Dabei hatte die gegen das Schlusslicht der vergangenen Saison in den 90 Minuten zuvor lediglich ein mageres 1:1 geholt. Eigentlich zu wenig gegen einen Kontrahenten, der vermutlich auch bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen muss. Dass die Kicker die 230 Zuschauer dennoch auf ihre Seite gezogen hatten, lag vor allem am beherzten Auftritt in der zweiten Halbzeit, als Maurice Weinhardt den Rückstand ausglich und die Eintracht nahe am Siegtreffer war.

Die letzte Chance verpuffte, als ein Tünderner Abwehrspieler den auf die Torlinie zurollenden Ball nach einem Schuss von Defli gerade noch rechtzeitig klärte. Trotz des Applauses von den Rängen sanken viele Northeimer auf dem Boden zusammen.

Dass das Ergebnis für seinen Klub durchaus schmeichelhaft war, erkannte auch Gästetrainer Tim Piontek an. „Wir nehmen den einen Punkt gerne mit. Mit der Leistung, die wir hier gezeigt haben, bin ich aber nicht einverstanden. Wir sind fast nur hinterhergelaufen, haben kaum zweite Bälle gewonnen und aus unserer einzigen Chance das 1:0 gemacht. Am Ende sind wir einfach froh, weiter ungeschlagen zu sein.“

Ungeschlagen ist auch weiterhin die SVG Göttingen, die beim selbsterklärten Meisterschaftsfavoriten 1. FC Germania Egestorf/Langreder beim 2:0-Sieg überraschend drei Punkte entführte. „Die erste halbe Stunde waren wir besser“, freute sich SVG-Coach Denis Erkner darüber, dass sein Team sehr schnell den Respekt vor dem vermeintlichen Favoriten abgelegt hatte.

Ungemein stark präsentierten sich bei den Schwarz-Weißen der Ex-Petershütter Lukas Presch und der Ex-Northeimer Richard Hehn, die aus dieser Mannschaft nicht mehr wegzudenken sind vornehmlich aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten. Mittelfeldspieler Amin Al Debek hat gegenüber der vergangenen Saison einen enormen Leistungssprung vollzogen, scheut keinen Zweikampf und treibt auch das Spiel der Göttinger häufig erfolgreich nach vorn.

Der Ex-Weender André Weide bildet mit SVG-Kapitän Janek Brandt ein schier unüberwindbares Bollwerk in der Verteidigung, das in den drei bisherigen Punktspielen nur ein Mal von Eintracht Northeim beim 3:1-Sieg geknackt werden konnte. Weide krönte seine überragende Leistung in Egestorf mit dem 2:0.

„Der 70 m-Lauf von André vor seinem Tor hat so ein wenig das Spiel zusammengefasst. Da war absoluter Wille zu spüren“, sagte Erkner, der dennoch glaubt, dass „Egestorf sich am Ende der Saison in anderen Gefilden befindet als wir“.Erkner hat zudem imponiert, dass „die Mannschaft das 1:0 nicht verwaltet hat, sondern immer auch mal vorn draufgegangen ist“.  gsd

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