Fußball-Oberliga 

SVG Göttingen: Tauberts „Lupo-reiner“ Hattrick beim 5:0-Sieg

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Torchance vertan: SVG-Stürmer Ali Ismail (rechts) schei tert in aussichtsreicher Position an Wolfsburgs Torwart Marius Sauss. Valeri Schlothauer muss nicht eingreifen. 

Was war denn da am Sandweg los? Die 300 Zuschauer kamen zwischen der 81. bis 84. Minute mit ihrem Jubel gar nicht so schnell mit, wie der sechs Minuten zuvor eingewechselte Justin Taubert quasi in Fließbandarbeit innerhalb dieser kurzen Zeit drei Minuten einen „Lupo-reinen“ Hattrick erzielte und damit den deutlichen 5:0 (0:0)-Sieg der SVG Göttingen über Lupo Martini Wolfsburg eintütete. Somit ist der Aufsteiger nach vier Spieltagen alleiniger Spitzenreiter in der Fußball-Oberliga Hannover/Braunschweig.

Erstmals wurde übrigens im Krüger Park gespielt. Die Spedition Krüger, bereits langjähriger Sponsor der SVG Göttinen, hat sich die Namensrechte für das Stadion am Sandweg für die nächsten drei Jahre gesichert.

Eine Stunde lang taten sich die Schwarz-Weißen gegen gefällig spielende, jedoch in der Offensive viel zu harmlose Wolfsburger überaus schwer. „Wir wussten aber, dass Lupo innerhalb von einer Woche drei Partien gespielt hat und so hinten heraus Probleme bekommen könnte“, sagte der überaus zufriedene SVG-Trainer Dennis Erkner. Und genau diesen Umstand nutzte sein Team gnadenlos aus.

Gleichwohl hatten die Gastgeber trotz der Mühen mit diesem Gegner in der ersten Halbzeit die besseren Torchancen. Bereits nach sieben Minuten scheiterte die einzige Sturmspitze Ali Ismail an Wolfsburgs Keeper Marius Sauss, der in der 40. Minute auch Probleme bei einem Distanzschuss von Richard Hehn hatte. In der 53. Minute bewahrte allerdings SVG-Torwart Dennis Henze sein Team vor einem Rückstand, als er reaktionsschnell einen Schuss von Valeri Schlothauer parierte, Glück hatte er zudem, als Rocco Tuccio (58.) den Querbalken traf und Henze in derselben Minute vor Tim Mertens rettete.

Ab der 60. Minute verließen die Wolfsburger die Kräfte. Innenverteidiger André Weide brachte die SVG nach Eckball des erneut überragenden Lukas Presch per Kopf in Führung (64.). Einen umstrittenen Foulelfmeter – Sauss fiel im Zweikampf auf Niko Krenzek – verwandelte Presch sicher.

In der 76. Minute kam dann Taubert für Krenzek. Ihm war ein wenig die Wut im Bauch anzusehen, nicht von Anfang gespielt zu haben. Und nur sechs Minuten später setzte Taubert zum Höhenflug an. Nach schönem Doppelpass mit Presch schlenzte er das Leder an Sauss vorbei zum 3:0. Und nur zwei Minuten später spitzelte er den Ball ins linke untere Eck. Und wiederum brauchte es nur zwei Minuten bis zum 5:0, als Taubert aus 15 Metern abgezogen hatte – der „lupo-reine“ Hattrick war perfekt!

„Vor diesem 5:0 ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft“, war Erkner voller Stolz bereits zum zweiten Mal nach dem 2:0-Sieg seines Teams eine Woche zuvor in Egestorf.  gsd

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