Fußball-Oberliga

SVG Göttingen-Trainer Erkner: Ich war wohl zu nett

+
Abwehrversuch: Der SVGer Justin Taubert (2. von rechts) versucht, die Flanke von Thünderns Jannik Hilker (links) zu verhindern. 

Die 3:4-Niederlage der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga Hannover/Braunschweig gegen BW Tündern war so überflüssig wie ein Kropf. „Wir hätten zur Halbzeit 6:1 führen müssen“, meinte SVG-Trainer Dennis Erkner und lag damit sicher nicht falsch.

Denn was sich in den ersten 45 Minuten im Strafraum der Gäste abspielte, hätte bei konsequenter Nutzung der sich reichlich bietenden Torchancen für drei Siege gereicht. Aber immer wieder verhinderte noch ein Bein, oder aber auch das eine oder andere vom Schiedsrichter nicht geahndete Handspiel ein weiteres als die beiden Tore von Lukas Presch (31. Minute) und Julian Kratzert höheres vorentscheidendes Ergebnis.

Letztlich hatten es sich die Schwarz-Weißen aber selbst zuzuschreiben, dass sie ihre erste Niederlage in dieser Liga kassierten. „Ich war wohl zu nett unter der Woche“, kündigte Erkner eine härtere Gangart in den nächsten Trainingseinheiten an. Diese Niederlage wollte er aber nicht nur seinen Spielern ankreiden. „Ich beziehe mich in die Kritik mit ein“, gab Erkner ehrlicherweise zu.

Ohne Not hatte er die Abwehr personell verändert. Anstelle von Rechtsverteidiger Hanno Westfal gab er Benjamin Duell eine Chance, sich zu bewähren. Und für Linksverteidiger Steffen Doll durfte Yannis Fischer ran. Und da setzt seine Kritik an der eigenen Person an, diese Veränderung vorgenommen zu haben. Denn bisher hatte der Abwehrverbund der SVG erst zwei Gegentreffer in sechs Spielen kassiert, nun derer in einer Partie gegen einen zugegebenermaßen keinesfalls übermächtigen Gegner gleich vier.

Das der ehrgeizige SVG-Coach „absolut nicht zufrieden und alle Mannschaftsteile schlecht“ waren, ist nur zu gut nachvollziehbar. Gleichwohl wird Erkner aus dieser 3:4-Pleite die richtigen Schlüsse ziehen, sodass am kommenden Samstag eine Mannschaft in Wolfenbüttel auf dem Platz steht, die an die bisher in dieser Saison recht erfolgreichen Auftritte anknüpfen will.

Bei Eintracht Northeim hatten die Spieler nach der Corona-Absage der Partie bei Arminia Hannover einen Trainingsplan für sich selbst erhalten. Bei einem Spieler steht nun ein negatives Test-Ergebnis fest, das für einen zweiten Akteur wird am Mittwoch erwartet. Sollte es auch negativ sein, werde ab Mittwoch wieder normal trainiert, so Eintrachts Teammanager Hartmut Denecke. Falls es dagegen positiv sein sollte, würde das gesamte Team für 14 Tage in Quarantäne gehen. Das hieße, dass mindestens das Heimspiel gegen Egestorf am kommenden Sonntag ausfiele. Denecke: „Wir planen vorerst ganz normal für nächsten Sonntag.“  wg-gsd/haz-gsd/nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.