Fußball-Oberliga

SVG-Stürmer Ismail: Zu Fuß zum Auftakt-Derby bei Eintracht Northeim

+
Achtung, der Ball kommt! SVG-Stürmer Ali Ismail (Mitte) nimmt ihn mit dem Körper an vor Hainbergs Ju lius Bujara (links) und Lukas Pampe – in einem der letzten Spiele vor der Corona-Pause. 

Northeim - Göttingen - Northeim - Göttingen: Ali Ismail dürfte derzeit der wohl ausgeprägteste Fußball-Pendler Südniedersachsens sein. Nach zwei Engagements beim Oberligisten Eintracht Northeim, wo er auch seine Fußball-Jugend verbrachte, geht Ismail jetzt schon zum zweiten Mal für die SVG Göttingen auf Torjagd – am kommenden Sonntag (14 Uhr) wieder beim Saisonauftakt in der Oberliga, die gleich mit dem Regional-Derby zwischen der Eintracht und der SVG im Gustav-Wegner-Stadion startet.

Für Ismail (25) ist das Nachbar-Duell sogar ein Heimspiel: Der SVG-Stürmer wohnt nach wie vor in Northeim bei seinen Eltern ganz in der Nähe vom Stadion. „Das sind für mich nur zwei Minuten Fußweg“, lächelt der angehende Versicherungskaufmann, der gerade eine dreijährige Ausbildung absolviert.

Zwei Mal hat Ismail schon für Northeim gegen die SVG gespielt, zwei Mal mit der SVG gegen die Eintracht. „Da habe ich auch zwei Mal getroffen“, erinnert er sich lebhaft. Dass er auch am Sonntag nichts gegen einen dritten Treffer für die SVG gegen das Team von Trainer Jan Ringling hätte, versteht sich von selbst.

Bei den Schwarz-Weißen ist Ismail „mega-zufrieden“, will langsam in eine Führungsrolle reinwachsen. Mit seinen nur 25 Jahren zählt er neben Julian Kratzert (der Ex-Weender kickte vergangene Saison auch für Northeim) schon zu den ältesten Spielern bei der Sandweg-Elf. Mit Kratzert wechselte im Übrigen auch Richard Hehn von Northeim zu den SVGern, in deren Reihen mit Patrick Hofmann und Hanno Westfal noch weitere Ex-Eintrachtler stehen. Man kennt sich also in diesem Derby...

Ismail hat mit dem Fußball bei der Eintracht angefangen, war später auch beim JFV, ehe er erstmals zur SVG wechselte und am Göttinger Sandweg sein erstes Herren-Jahr erlebte. Nachdem er bei den Göttingern erste Erfolge hatte, klopfte Eintracht wieder bei ihm an. Doch unter dem früheren Trainer Malte Fröhlich lief es für Ismail nicht wie gewünscht. Was offenbar der frühere SVG-Teammanager und jetzige Klub-Vize Thorsten Tunkel aufmerksam registrierte. Ismail: „Da hat dann TT bei mir angeklopft, und das hab’ ich mir nicht zwei Mal sagen lassen.“ So kam es, dass er zum zweiten Mal an den Sandweg wechselte, wo er nun seit dem Winter 2018/19 wieder stürmt.

Mit SVG-Coach Dennis Erkner liegt er auf einer Wellenlänge. „Mit ihm komme ich gut klar. Er hat klare Vorstellungen, wie wir spielen sollen. Wir sprechen oft miteinander. Da bin ich definitiv zufrieden“, sagt Ali Ismail. So dürfte es mit einem dritten Wechsel des Fußball-Pendlers wieder zurück an den Rhumekanal zumindest vorerst wohl nichts werden.  gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.