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Trainer Maron, Staniek, Walger und Klassen zum SC Blau-Gelb Korbach

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Vier mehr oder weniger junge Männer mit zwei Trikots
Künftig am „Pauli“: (von links) Kevin Staniek, Trainer Michael Maron, Dominic Klassen und Valerij Walger mit Trikots ihres künftigen Vereins. © bb

Spektakuläre Wechsel im Korbacher Fußball: Die Spieler Kevin Staniek, Valerij Walger und Dominic Klassen kehren dem TSV/FC im Sommer den Rücken und schließen sich dem SC Blau-Gelb an.

Korbach - Als neuer Trainer heuert Michael Maron, der zuletzt pausierte, am Paul-Zimmermann-Platz an. „Wir wollen frühzeitig die Weichen für einen Neuanfang stellen“, sagte Blau-Gelb-Vorsitzender Martin Janka bei der Vorstellung der Neuzugänge am Samstag.

Am meisten dürfte der Wechsel von Kevin Staniek überraschen. Allerdings war der 27 Jahre alte Spielgestalter, der seit der Saison 2016/17 das Trikot des Großvereins trägt, Gruppenliga gespielt hat und vorher für die SSG Ense/Nordenbeck und RW Erlinghausen antrat, immer mal wieder mit Blau-Gelb in Verbindung gebracht worden.

„Ich war ganz früher bei den Junioren des SC schon aktiv und habe immer gesagt, dass ich noch mal zurückkehre. Hier habe ich viele Freunde und Bekannte. Mit ihnen will ich als Team zusammenfinden und aus dem Zusammenhalt heraus eine erfolgreiche Saison spielen, egal in welcher Klasse“, sagte Staniek.

Zusagen gelten auch bei Abstieg

Tatsächlich droht dem Kreisoberligisten der Abstieg in die Kreisliga A, die Mannschaft nimmt nur vier Zähler mit in die Abstiegsrunde. „Das ist sehr wenig, aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte der Sportliche Leiter des SC, Frank Güttler. „Immerhin sind noch 33 Punkte zu vergeben“, pflichtete ihm Janka bei. Die Planungen der Verantwortlichen gelten aber auch im Falle des Abstiegs. „Trainer und Neuzugänge haben verbindlich auch für die A-Liga zugesagt“, so der Vorsitzende.

Das bestätigte das Quartett am Samstag. „Ja, warum nicht. Wichtig ist die Freude und der Spaß am Fußball und dazu braucht man nicht eine höhere Spielklasse“, sagte Michael Maron. Er folgt mit Beginn der neuen Spielzeit als Trainer auf Adam Kowalik, der wie berichtet den „Pauli“ Richtung SV Oberschledorn/Grafschaft verlässt.

„Ich bin jetzt 37 Jahre alt und sehe den Fußball etwas gelassener. In jungen Jahren willst Du viel im Fußball erreichen und so höherklassig spielen, wie es geht“, sagte Maron weiter. Nun seien Kameradschaft und Spaß wichtig. „Natürlich will man gewinnen, keine Frage. Aber wenn es nicht klappt, dann ist das halt so.“ Maron hatte bis zum Ende der vergangenen Saison die Reserve des TSV/FC in der Kreisliga B gecoacht, in der laufenden Runde pausiert er.

Maron: Neue Lust am Fußball

„Das hat mal richtig gut getan, die Zeit mit der Familie zu verbringen und abseits des Fußballs die Freizeit zu genießen“, sagte Maron, der sein Geld als Angestellter eines Maschinenbauers verdient. In den letzten Wochen habe er wieder Lust am Fußball verspürt.. Zwei, drei Angebote habe er gehabt, doch die Gespräche mit dem SC-Vorstand hätten ihn überzeugt.

Maron kann sich auf ein Team stützen, das nach den Klatschen und Krisen der vergangenen Hinrunde an Statur gewinnen sollte. Neben Staniek war auch Valerij Walger jahrelang ein Leistungsträger beim TSV/FC. Der 32-Jährige, der im zentralen Mittelfeld oder auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann, weist mehr als 70 Einsätze in der Gruppenliga vor. Früher kickte er auch schon für Blau-Gelb. Dominic Klassen, mit 21 der jüngste Neuzugang, spielt vorzugsweise im Mittelfeld und stammt aus der TSV-Jugend.

Janka stellt neues „WIr-Gefühl“ voran

Aus dem aktuellen Kader wollen laut Güttler und Janka die meisten Akteure bleiben. „Trotz der bisher überschaubaren Saison für uns haben über 90 Prozent der aktuellen Spieler ihr Bleiben im Sommer zugesagt“, erklärte das Duo. Weitere Neuzugänge seien grundsätzlich willkommen.

Janka betonte dass die kommende Saison vor allem im Zeichen des Neuanfangs stehen solle. „Auch wenn wir absteigen, wird es seitens des Vereins keinen Druck auf die Mannschaft geben. Wir möchten gerne wieder ein freundschaftliches Miteinander im und um den Verein und richtig Spaß am Fußball haben“, sagte er. „Außerdem sollen unsere Zuschauer wieder zahlreich auf den Pauli kommen, das war zuletzt leider nicht immer so.“ (bb)

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