Hoffen auf den neunten Streich

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Kevin SchellbergTSG-Trainer

Fußball-Kreisoberligist trifft am Sonntag auf FC Bosporus

Nach zwei Saisonspielen sah alles nach einem Fehlstart von Fußball-Kreisoberligist Wilhelmshöhe aus. Die TSG verlor zum Auftakt zuhause gegen Fortuna 2:6 und ging mit 0:3 bei der Reserve des CSC 03 unter. Heute sieht die Welt für Wilhelmshöhe anders aus. Inzwischen hat die TSG achtmal in Folge gewonnen und ist auf Rang drei der Tabelle geklettert. Trainer Kevin Schellberg nennt vor der Partie am Sonntag ab 15 Uhr auf den Stockwiesen gegen Gruppenliga-Absteiger FC Bosporus fünf Gründe für den Aufschwung.

1. Der Kader: „In den vergangenen Jahren litt die Qualität der Mannschaft vor allem an einem zu kleinen Kader. Zwei, drei Ausfälle sorgten manchmal schon für große Besorgnis. Dann lautete das Motto: Wen kann ich überhaupt nachnominieren“, sagt der 30 Jahre alte Trainer. Das ist nun Geschichte, der Kader wurde gut ergänzt vor allem aber auch aufgestockt. „Sicher gab es während der Ferienzeit urlaubsbedingte Ausfälle, doch die konnten wir diesmal gut kompensieren.“

2. Die Einheit:Eine hohe Trainingsbeteiligung ist auch die Konsequenz eines größeren Kaders, muss aber noch lange nicht bedeuten, dass sich das auf die Qualität auswirkt. Auch hier hat sich in Wilhelmshöhe etwas getan. „Alte und neue Spieler haben schnell zusammengefunden. Es wird im Training inzwischen – sicher auch durch den Erfolg der letzten Wochen befördert – mit Spaß und Freude trainiert. Ohne dass die Jungs den Ehrgeiz, sich für die Startelf aufzudrängen, vermissen lassen.“

3. Die Integration: Neun Spieler haben zur neuen Spielzeit den Weg zur TSG Wilhelmshöhe gefunden. „Wir bieten unseren Neuzugängen zunächst immer Möglichkeiten des gemeinsamen Kennenlernens. Es brauchte wie immer eine gewisse Anlaufzeit, doch Probleme, Spieler unterschiedlicher Nationalitäten zueinanderzubringen, hatten wir hier ohnehin noch nie“, stellt Schellberg fest.

4. Die Defensive:„Nur 14 Gegentore mussten wir in zehn Partien hinnehmen, neun davon in den ersten beiden. Das ist auch ein Ergebnis unserer Trainingsarbeit. In der vorigen Spielzeit haben wir in 30 Partien 37 Gegentore kassiert. Eigentlich auch nicht schlimm, doch diese Quote wollten wir minimieren. Ein wesentlicher Faktor ist unser erfahrener Torhüter Florian Schlosser, der in neun von zehn Partien im Kasten stand.“

5. Die Torgefahr:„Mit Fabio Ohms hatten wir in den letzten Jahren immer einen Spieler, der ein Spiel allein entscheiden konnte“, sagt Schellberg. Der Torjäger wechselte zu Gruppenliga-Aufsteiger TSV Zierenberg und trifft auch dort nach Belieben. „Mit Athanasios Darvoudis haben wir den richtigen Ersatz gefunden. Er hat inzwischen bereits 14 Treffer erzielt. Neben ihm sollte der erfahrene Axel Nordsieck nicht vergessen werden“, sagt Schellberg. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler kann zum Bedauern des Trainers berufsbedingt nicht regelmäßig trainieren. „Wer weiß, wie viel mehr sonst möglich gewesen wäre. Daneben ist auch Süleyman Eryörük als Leistungsträger zu nennen.“ Foto: Wolfgang bauscher

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