TuSpo-Elf findet zu selten Wege zum Tor

TSV Altenlotheim nutzt Chancen besser und gewinnt 2:1 in Mengeringhausen

Fußballer stoppt mit einem Bein den Schussversuch des Gegenspielers
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Blockspieler: Sven Schwedes (Mengeringhausen, links) verhindert einen Pass von Patrick Wissemann (Altenlotheim). Robin Wissemann schaut hinten zu.

Wenn man das letzte Drittel auf einem Fußballfeld nicht mehr bespielen müsste, stände der TuSpo Mengeringhausen vermutlich höher in der Gruppenliga-Tabelle. So ist die Mannschaft Schlusslicht.

Mengeringhausen - Was nützt eine gute Ordnung, eine gute Einstellung, ein ansehnlicher Spielaufbau, aber eben nur bis zu diesem letzten Drittel, wenn ab diesem Punkt kaum noch ein Pass in die Spitze ankommt und Flanken meist blind in die Mitte gespielt werden? Nichts. Dieses Fazit muss das Team der Trainer André Gutmann und Marcel Schilling nach dem 1:2 (1:2) gegen den TSV Altenlotheim ziehen.

Bei der Anzahl der klaren Torchancen hatten die Gäste hingegen ein Plus. Und in Robin Wissemann ihren Spielertrainer in der Spitze, der auch mit einem lang geschlagenen Ball viel anfangen konnte. Festmachen, zum Dribbling starten und selbst abschließen oder gut vorbereiten. Die Führung des TSV war dafür ein gutes Beispiel.

Wissemann erst an die Latte, dann ins Tor

Wissemann hatte in der 15. Minute gerade die bis dahin beste Chance des Spiels vergeben, weil Torwart Moritz Föll seinen Schuss abgewehrt und Wissemann den Abpraller an die Latte geköpft hatte, da erhielt er Sekunden später erneut den Ball im Strafraum. Diesmal schoss er ihn am herauseilenden Föll vorbei, halbhoch ins lange Eck.

Luca Lüther (26.) und Sven Schwedes hatten danach den Ausgleich auf dem Fuß, aber den verhinderte zunächst Torwart Mattersberger. In der zweiten Szene war der Keeper bereits machtlos, aber Julian Schneider stand hinter ihm und hielt die Null für die Gäste. Als keiner mit dem Ausgleich gerechnet hatte, fiel er durch Gutmann (40.) mit einem haltbaren Schuss aus rund 14 Metern. Ein unscheinbarer Treffer, der sogar im TuSpo-Lager nur still bejubelt wurde.

Die Freude darüber währte auch nicht lange, denn zwei Minuten später verlängerte Robin Wissemann eine Flanke auf den frei stehenden Schneider. Der hatte von halblinker Position keine Mühe, den Ball im langen Eck unterzubringen.

Nach dem Wechsel wurden die Gastgeber immer stärker. Es war phasenweise fast schon ein Powerplay, was die TuSpo- Zentrale um Nico Müller aufzog, aber nur bis zu dieser ominösen Marke. Obwohl Altenlotheim fast ausschließlich mit Verteidigen beschäftigt war und kaum noch Umschaltmomente kreierte, sondern nur lange Bälle, hätte der TSV höher gewinnen können.

Gastgeber bei Abpfiff tief enttäuscht

Zweimal bahnte sich Robin Wissemann allein den Weg, spielte den herauslaufenden Föll aus, aber seine Schüsse von seitlicher Position aus rund 25 Metern verfehlten das leere Tor knapp. Das Glück half in diesen Szenen zwar dem TuSpo, aber in dessen Angriffsbemühung wollte es sich einfach nicht einmischen.

Dafür gab TSV-Spielertrainer Wissemann zu, dass der Sieg schon etwas glücklich gewesen sei. „Ich finde aber auch, dass wir aufopferungsvoll verteidigt haben, jeder von uns ist diese paar Schritte mehr gelaufen, die den Sieg letztendlich festhalten.“ Für seinen Spielertrainer-Kollegen war das aber kein Trost. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber schon wieder verloren“, sagte Anre Gutmann und blickte mit seinem Kollegen Schilling einige Sekunden nachdenklich ins Leere. Ohne Worte sagt aus TuSpo-Sicht viel mehr über dieses Spiel aus.

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