Fußball-Kreisliga B 2

TSV Baumbach hat den Aufstieg vor Augen

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Ein Garant für den Baumbacher Höhenflug ist Baumbachs Nummer 10: Die trägt TSV-Spielertrainer Martin Marth, der hier den Ball im Spiel gegen den die FSG Heringen führt. 

Baumbach – Schon einige Male haben die Fußballer des TSV Baumbach kurz vor dem Aufstieg in die A-Liga gestanden. Doch in der Relegation hat ihnen dann stets auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt.

In diesem Jahr sah es nun so aus, als könnte nichts und niemand die Baumbacher auf ihrem Weg nach oben stoppen. Doch dann kam das Corona-Virus und sorgte dafür, dass die Saison unterbrochen wurde. Und nun weiß keiner, wie, wann oder ob die Serie weitergeht und was aus dem Traum von der A-Liga wird.

Nach 16 von 26 Spielen führt der TSV die Tabelle der Kreisliga B 2 mit 41 Punkten an. Sein erster, schon auf elf Zähler distanzierter Verfolger, der SV Rot-Weiß Burghaun, würde wohl nicht aufsteigen können, weil seine erste Mannschaft aller Voraussicht nach in ihrer A-Liga bleiben wird.

Und der Tabellendritte, die SG Festspielstadt Bad Hersfeld II, liegt bereits 13 Zähler hinter den Baumbachern. Das ist kaum aufzuholen, auch wenn beide Rivalen zwei Partien weniger ausgetragen haben als der Primus. Gegen die Hersfelder spricht auch, dass sie Roman Prokopenko, ihren mit Abstand besten Mann, in der Winterpause an den Kreisoberligisten SG Mecklar/Meckbach/Reilos verloren haben.

Eine wilde Aufholjagd der Konkurrenten erscheint auch deshalb nahezu ausgeschlossen, weil sich der TSV Baumbach bislang in dieser Saison so konzentriert und souverän präsentiert hat. 13 Siegen stehen zwei Unentschieden und eine Niederlage gegenüber.

Nur gegen die SG Iba/Machtlos unterlag das Team von TSV-Spielertrainer Martin Marth. Dieses 0:1 datiert vom 4. August 2019, dem ersten Spieltag. „Das war unnötig. Wir hatten viele Chancen, haben aber kein Tor geschossen“, erinnert sich TSV-Vorsitzender Roland Krug.

Er bedauert es sehr, dass die Baumbacher Spieler die Früchte ihrer Arbeit vielleicht gar nicht ernten können. Es ist ja nicht auszuschließen, dass die Saison abgebrochen und es keine Aufsteiger geben wird.

Dabei traut Roland Krug der aktuellen TSV-Mannschaft nicht nur zu, den Titel zu holen; er glaubt auch, dass sie – vorausesetzt, sie bleibt zusammen – das Zeug dazu hätte, sich in der A-Liga zu etablieren. Der Kader sei zudem groß genug, auch mal eine Verletztenmisere aufzufangen, was sich in der laufenden Runde gezeigt habe. Doch der sportliche Aspekt ist nicht der einzige, der Krug umtreibt. Er schwärmt vom Zusammenhalt der Baumbacher Fußballer, der durch die Corona-Einschränkungen empfindlich gestört ist.

„Es ist beeindruckend, wie die Spieler mitgezogen haben“, sagt Roland Krug. Daran habe Coach Martin Marth, der um neue Iden nie verlegen ist, seinen Anteil.

Für eine neue Musikanlage und eine Playstation hätten sie zusammengelegt und in der Winterpause auf eigene Initiative ihre Kabine renoviert. „Und bei einem Arbeitseinsatz auf dem Platz waren mehr als 20 Leute da“, berichtet Roland Krug. Zurzeit dürfen beim neuesten Projekt nur zwei Spieler gleichzeitig aktiv werden. Der Brunnen, mit dessen Wasser das Spielfeld demnächst bewässert werden soll, muss von Schlamm befreit werden.

VON THOMAS WALGER

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