Mannschaft bleibt trotz Enttäuschungen in Corona-Pandemie beisammen

TSV Dramfeld plant den dritten Anlauf

Der Dramfelder Nicklas Janzen (links) gegen Torben Drüke vom 1. FC Gimte.
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Trotz heftiger Gegenwehr auf Platz eins: Der Dramfelder Nicklas Janzen (links) in einem Freitagabend-Punktspiel gegen Torben Drüke vom 1. FC Gimte. Archiv: Manuel Brandenstein

Wenn es einen Fußballverein in der Region gibt, dessen Pläne durch Corona über den Haufen geworfen wurden, ist es wohl der TSV Dramfeld. Bereits zum zweiten Mal hintereinander verhinderte die Pandemie den fest eingeplanten Aufstieg.

Dramfeld/Münden – Das Drama begann bereits im vergangenen Jahr: Damals war die Mannschaft von Trainer Stefan Rümenapf Tabellenführer. Doch nach nicht einmal der Hälfte der Spiele wurde die Serie abgebrochen, die Tabellenplätze per Quotientenregel ermittelt, und die Dramfelder mussten in dieser Wertung dem Tabellenzweiten Bonaforther SV den Vortritt lassen. Letztlich wurde auch noch der Dramfelder Antrag auf einen Aufstieg am grünen Tisch vom Kreis abgelehnt.

Für die anschließende Saison 2020/21 wollte der Verein aus der Gemeinde Rosdorf auf Nummer sicher gehen und verstärkte sich noch einmal – teilweise mit bezirksliga-erfahrenen Akteuren. Die hatte der neue Trainer Ralf Stieg, der zuvor für den FC Gleichen verantwortlich gewesen war, zu einem Vereinswechsel motiviert. Diesmal erlaubte der Virus aber nur ganze vier Saisonspiele, um vor einigen Wochen erneut einen Abbruch zu erzwingen. Wieder war der TSV Dramfeld Tabellenführer, hatte sich als Ausnahmemannschaft der 2. Kreisklasse präsentiert und wäre kaum zu stoppen gewesen.

Nach dem ersten Schock hat sich Ralf Stieg mittlerweile gefangen. Er sagt: „Natürlich ist das für uns mega bitter, gerade weil es zum zweiten Mal hintereinander passiert ist.“ Und weil diesmal im Gegensatz zum Vorjahr entschieden wurde, keine Mannschaften aufstiegen zu lassen. Dass er und seine Mannschaft den Aufstieg locker geschafft hätten, möchte der Trainer gar nicht mal sagen: „Schließlich gab es ja auch andere Mannschaften wie Jahn Hemeln und Bühren/Scheden, die sich gut verstärkt hatten.“ Doch trotz allem Respekt für die Konkurrenz aus dem Altkreis Münden war klar, dass die Favoritenrolle im Drammetal angesiedelt war.

Zweimal hintereinander also großer Frust, den man erst mal verdauen muss. Dem TSV Dramfeld scheint das zu gelingen. Von einem nach solchen Rückschlägen durchaus denkbaren Auseinanderfallen der Mannschaft ist jedenfalls nichts zu sehen. Ralf Stieg sagt zuversichtlich: „Ich habe mit allen Spielern gesprochen und es gibt bislang keine Abgänge. Außerdem kommt noch für das offensive Mittelfeld Jens Evers (29) hinzu, der in Bremke Bezirksliga gespielt hat.“ In seinem zweiten Jahr beim TSV greift der Coach also erneut an.

Auch Vereinsvorsitzender Holger Fahrenholz ist froh, dass diese leistungsfähige Mannschaft um Routinier und Torjäger Björn Denecke (erzielte zehn von 17 Toren) ihr Ziel im Blick behält. „Wenn man so viele Spieler nach einer solch schwierigen Zeit halten kann, hat man wohl auch als Verein einiges richtig gemacht. Die Spieler scheinen sich wohl zu fühlen“, meint Fahrenholz. Und sie wollen vor allem ihre Mission Aufstieg vollenden. (Manuel Brandenstein)

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