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TSV Jühnde kann schon aufatmen

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Von: Manuel Brandenstein

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 Hendrik Holweg hat den Ball am Fuß.
Platzprobleme: Das Jühnder Heimspiel gegen Dramfeld ist gefährdet. Trotzdem kann sich Hendrik Holweg (links) schon über den Klassenerhalt freuen. © Per Schröter

Am kommenden Wochenende starten auch die Fußball-Kreisklassen des Altkreises Münden in die zweite Saisonhälfte. Eine heimische Mannschaft kann schon im Vorfeld aufatmen: der bislang abstiegsgefährdete TSV Jühnde.

1. Kreisklasse
Der FC Niemetal startet am Sonntagmittag mit einem Gastspiel bei GW Hagenberg. Auch Trainer Sebastian Gundelach hat noch keine endgültige Gewissheit darüber, wen er aufstellen kann. Lediglich auf der Torwart-Position herrscht Klarheit: Der FC Niemetal muss bis Saisonende ohne einen gelernten Keeper auskommen. Die Nummer eins zwischen den Pfosten, Julius Bergmann, der lange verletzt war, hat sich laut FCN unter anderem aus beruflichen Gründen gegen weitere Einsätze auf dem Sportplatz entschieden. Somit wird Feldspieler Manuel Gerelt auf dieser Position zu einer Dauerlösung. Für die Partie am Sonntag und auch darüber hinaus müssen die Niemetaler auf ihren Stürmer Janis Riemenschneider verzichten (Zehenbruch). Dennis Schob ist angeschlagen. Da erst wenige Male auf Rasen trainiert werden konnte, bezeichnet Gundelach den Jahresauftakt als „Überraschungsparty“. Sagt aber auch: „Auf jeden Fall wollen wir die zweite Saisonhälfte besser gestalten als die erste!“

Der Bonaforther SV mit seinen zahlreichen Winterzugängen hat sich während der Vorbereitung laut Traineraussage mächtig reingehängt und oft mit mehr als 20 Leuten im Training gestanden. „Die Jungs sind heiß und haben Bock, wieder loszulegen“, ist sich Trainer Deniz Ürer sicher. Die Mannschaft möchte in der Tabelle weiter nach oben. Allerdings war Training auf Rasen kaum möglich, weshalb von einer eingespielten Einheit noch nicht gesprochen werden kann. Im sonntäglichen Heimspiel gegen die SG Niedernjesa hofft man aber auf die erste Überraschung. „Auf jeden Fall brauchen wir noch einige Punkte, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und damit wir dann etwas entspannter etwas Neues ausprobieren können“, meint Deniz Ürer. Julian Minde und Julian Bonic sind angeschlagen.

Der DSC Dransfeld, Tabellenvorletzter, hat wie eigentlich alle Altkreismannschaften, die ohne Kunstrasen auskommen müssen, eine relativ schwierige Vorbereitung absolviert. Hinzu kamen natürlich auch einige Coronafälle. Im angesetzten Gastspiel beim TSV Holtensen hofft Trainer Sebastian Lehne auf einen Punkt: „Das müsste definitiv drin sein. Vom 3:3 in der Hinserie wissen wir, wo die Hagenberger Stärken und Schwächen liegen.“

2./3. Kreisklasse
Die Jühnder schafften in der Hinserie lediglich einen Sieg, können sich aber nach dem Rückzug von Lenglern nun entspannt etwas zurücklehnen. Allerdings meint Teammanager Holger Bode: „Wir wollen schon versuchen, in der Tabelle noch um ein paar Plätze nach vorne zu kommen, zumal nach der Herausnahme aller Ergebnisse von Lenglern die Liga etwas zusammengerückt ist. Aber es stimmt, dass der Druck nun weg ist.“ Ob das angesetzte Heimspiel gegen Tabellenführer TSV Dramfeld ausgetragen werden kann, ist fraglich. Der Jühnder Platz ist noch gesperrt und müsste erst mal dringend gewalzt werden. Das war bisher aufgrund der Nässe im Boden unmöglich.

In Hemeln treffen wie schon vor 14 Tagen im Pokal der TSV Jahn und der 1. FC Gimte aufeinander. Damals setzten sich die Hemelner durch (2:1). Die Partie ist gefährdet, da der 1. FC Gimte mit mehreren Coronafällen belastet ist. Außerdem gibt es verletzte Akteure und Urlauber. Hemeln erhielt unterdessen eine Schock-Nachricht: Tim Beuermann fällt auf unbestimmte Zeit nach einer schweren Verletzung aus der Pokalpartie (Kreuzbandriss) aus. Auch Verteidiger Helmut Brossok muss für mindestens vier Wochen pausieren (Knieverletzung). „Wir lassen uns aber nicht unterkriegen und haben schon in der Hinserie eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt“, sagt Teammanager Michael Rudolph. Hemeln will seinen zweiten Tabellenplatz verteidigen.

In der 3. Kreisklasse stellt die SG Werratal II aktuell das beste Altkreisteam. Trainer Malte Bickmeyer will seine Jungs als Tabellenzweiter aber nicht unter Druck setzen: „Wir sind einfach froh, dass wir eine gute Rolle spielen und möchten auch so lange wie möglich an Sieboldshausen oben dran bleiben. Aber von Aufstieg reden wir nicht.“ Werratal II gastiert am Sonntagvormittag bei Bonaforth II (falls das der Platz dort hergibt). Ebenfalls ein Heimspiel sollen die Gimter Reserve (schon heute gegen Bühren II) sowie Hemeln II austragen. Die genauen Ansetzungen stehen in unserem Fußballprogramm.

Der Spielausfall am Wochenende hat der SG Escherode/Uschlag die Tabellenführung in der Kasseler Fußball-Kreisliga A gekostet. Im nun anstehenden Gastspiel bei Dynamo Windrad gilt es, an die Erfolge der Hinserie anzuknüpfen. Den Platz an der Sonne möchte die SG Landwehrhagen/Benterode in Wattenbach verteidigen (beide: Sonntag, 15 Uhr).

Staufenberger Fußball
In Escherode und Uschlag hat es – wie bei fast allen Vereinen – einige Coronafälle gegeben. Trainer Michael Kosch kann fürs Wochenende aber damit rechnen, dass einige Spieler aus der Quarantäne herauskommen. Dafür gibt es aber wieder neue Verdachtsfälle, sodass die Planungen extrem erschwert sind. „Der Verband gibt uns vor“, berichtet Michael Kosch, „dass wir mindestens fünf positive Fälle in der Mannschaft haben müssen, um eine Partie verlegen zu können. Die müssen aber zudem auf dem letzten Spielbericht gestanden haben, bei uns also im November. Aktuell hätten wir diese fünf Fälle nicht, aber einige Jungs fühlen sich noch nicht wieder in der Lage zu spielen, da sie die Erkrankung noch merken.“ Aus medizinischer Sicht stellt sich die Lage also schwierig dar. Trotzdem glaubt Kosch, eine spielfähige Mannschaft stellen zu können. Gegen Windrad hat sich die SG in der Hinserie schwergetan und am Ende nur einen Punkt ergattert.

Die SG Landwehrhagen/Benterode gastiert am Sonntagnachmittag bei der starken SG Söhrewald, die Zweite der Staufenberger bestreitet das Vorspiel. Danach geht es in Wattenbach für die Erste gegen einen kampfstarken Gegner. Staufenbergs Trainer Andreas Kühne hat überraschenderweise kaum Personalsorgen und kann fast aus dem Vollen schöpfen. „Wir wissen, dass man in Wattenbach nicht einfach so gewinnen kann, auch wenn die SG im Winter ihren besten Schützen verloren hat“, sagt Kühne. Er erwartet von seinen Schützlingen eine hundertprozentige Einstellung, um die gute Ausgangsposition nicht gleich wieder aus der Hand zu geben. (Manuel Brandenstein)

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