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SV Ittertal verpasst Coup gegen SG Landau knapp

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Marlen Sonneborn von der FSG Buchenberg (rechts) und Rhodens Janina Ständecke beim Kopfball.
Auge in Auge mit dem Spielgerät: Marlen Sonneborn von der FSG Buchenberg (rechts) und Rhodens Janina Ständecke beim Kopfball. © bb

Ein Verbandsligist ist raus, den zweiten hätte es beinahe erwischt: Das Viertelfinale im Waldecker Pokal der Fußballfrauen kam am Samstag mit unerwarteten Resultaten daher.

Korbach - Das Aus ereilte den TSV Korbach mit 1:4 in Flechtdorf, erst nach Verlängerung kam die SG Landau/Wolfhagen beim A-Ligisten in Dorfitter weiter.

In der Runde der letzten Vier steht auch der TV Rhoden durch das 4:0 in Buchenberg. Vierter Halbfinalist ist der SV Anraff, der sich am Samstag nicht mal anstrengen musste: Der VfR Volkmarsen sagte die Partie gegen den Titelverteidiger ab. „Wir haben zu viele Verletzte“, erklärte Trainer Martin Funke.

Ittertal – Landau/Wolfhagen 2:5 (2:2, 0:0) n. V. Zur kleinen Sensation fehlten dem SV Ittertal nur ein paar Zentimeter. Es war die 90. Minute angebrochen, als sich Louisa Dege die Chance zum 3:2 bot – sie traf den Pfosten. Es folgten die Verlängerung und drei weitere Treffer für die nun stärkere SG.

Die Gäste hatten nur wenige Spielerinnen ihrer ersten Garnitur dabei und taten sich in der spielerisch schwierigen Begegnung entsprechend schwer. Richtig Leben auf den Platz kam erst nach der Pause, als Hanna Brussmann mit Treffern in der 46. und 67. Minute den SVI mit 2:0 in Führung brachte. Julia Bettinghausen gelang per Freistoß in den Winkel sofort der Anschluss (68.), Franziska Klug glich mit Kopfball nach Ecke aus (76.).

In der Extrazeit brachte die junge Kim Monreal die konditionell jetzt überlegenen Gäste mit zwei Treffern voran, ein Eigentor führte schließlich zum Endstand. SVI-Trainer Klaus Hamel zeigte sich trotz des unglücklichen Ausscheidens „sehr, sehr zufrieden“, wie er sagte: „Leistung, Geschlossenheit, Teamgeist, Einstellung – alles hat gestimmt.“

Buchenberg/Ederbringhausen – Rhoden 0:4 (0:1). Der Vergleich zwischen B- und A-Ligisten verlief nach holprigem und hektischem Beginn bis zur Pause ausgeglichen. Erst mit dem 1:0 durch Angelique Giller (34.) bekam Rhoden allmählich Oberwasser. Eileen Fumfack mit Doppelpack (46., 54./Foulelfmeter) und Lara Ständecke (76.) stellten das Ergebnis auf 4:0 für die Germania.

„Hinten raus war es verdient“, sagte Trainer Kai Wetekam. Sein FSG-Kollege Björn Hasecke zeigte sich trotz des 0:4 angetan vom Auftritt seines Teams. „Wir ziehen Positives aus dem ersten Elferspiel“, sagte er. Trotz einiger recht unerfahrener Spielerinnen habe die FSG „gut Paroli geboten“. Ein Tor verpasste Janika Kross bei einem Pfostentreffer.

Flechtdorf – Korbach 4:1 (3:1). Der Erfolg des Gruppenligisten kommt bei näherem Hinsehen vielleicht nicht ganz so überraschend, da die klassenhöheren Gäste nur zu Elft anreisten. Die später gekommene zwölfte Spielerin musste dann eine Teamkollegin ersetzen, die laut Flechtdorfs Trainer Michael Kahl verletzt ins Krankenhaus kam. „Wir hatten auch Ausfälle, konnten sie aber kompensieren“, sagte Kahl. Der Gegner habe diese Möglichkeit nicht gehabt.

Flechtdorf ging in einer zerfahrenen, nervös geführten Partie kurz nach Anpfiff durch Henriette Fieseler in Führung (1.). Madleen Wenzel verwandelte einen zumindest umstrittenen Elfmeter zum Ausgleich (22.), Vanessa März ließ das 2:1 für die Heimelf per Handelfmeter folgen (29.). Kurz vor Halbzeit unterlief Celine Schröder ein Eigentor, den Endstand stellte Katharina Brida her (77.). „Damit war der Deckel drauf“, sagte Kahl, der den Gästen bescheinigte, alles versucht zu haben.  (mn)

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