Verein meldet kein Frauenfußballteam mehr

TSV Odershausen steigt aus

Pink war ihre Farbe: Spielerinnen des TSV Odershausen vor ihrem letzten Regionalpokal-Spiel.
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Pink war ihre Farbe: Spielerinnen des TSV Odershausen vor ihrem letzten Regionalpokal-Spiel.

Der TSV Odershausen ist ab sofort keine Adresse mehr im Frauenfußball.

Der Verein aus dem Bad Wildunger Stadtteil hat sein Team, das zuletzt in der Kreisliga A in der kleinstmöglichen Besetzung (Siebener) unterwegs war, für die kommende Spielzeit nicht mehr gemeldet.

„Wir waren einfach zu klein“, bringt Axel Finger, der Vereinsvorsitzende, die Sache auf den Punkt. Der Verein, der erstmals zur Saison 2013/14 Frauen für den Spielbetrieb gestellt hatte, konnte aus der eigenen Nachwuchsarbeit nicht genügend Spielerinnen rekrutieren. Entscheidend für das Aus in diesem Sommer aber waren andere Personalien.

Gerüst weggebrochen

Jede Mannschaft benötige ein Gerüst aus „tragenden Säulen“, um zu bestehen, sagt Finger. Dieses Gerüst brach beim TVO weg. Erst meldete sich in der Winterpause Jasmin Bergmeier ab und wechselte zum DFC Allendorf. Für die neue Saison stand aus Studiengründen Svenja Keultjes nicht mehr zur Verfügung.

Außerdem beschloss Abwehrchefin Sabrina Brück aus verschiedenen Gründen, mit dem Fußball aufzuhören. Das seien Spielerinnen, „an denen sich so eine Mannschaft hochzieht“, sagt Finger. Die anderen Frauen hätten schließlich selbst gesagt, es mache so keinen Sinn mehr. Sie werden dem Fußball nicht alle verloren gehen. Zumindest drei von ihnen haben laut Finger im SV Anraff und der SG Bad Zwesten bereits einen neuen Verein gefunden.

Nur noch neun Teams

Die Zahl der gemeldeten Frauenteams im Fußballkreis Waldeck ist damit auf neun geschrumpft – die niedrigste Zahl seit Jahren. Frauenreferentin Gudrun Biederbick reagierte entsprechend „Ich finde es sehr schade, dass Odershausen nicht mehr gemeldet hat“, teilte sie mit. Vielleicht sei der Rückzug abzusehen gewesen, weil der TV ja schon im Norweger Modell gespielt habe, meint sie. „Trotzdem kam das jetzt für mich überraschend, da ich im Vorfeld nichts davon gehört hatte.“

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