Gruppenliga: Calden/Meimbressen erkämpft sich beim 1:1 glücklich einen Punkt

Türkgücü verschenkt Sieg

Duell an der Mittellinie: Türkgücüs Yasin Bingül (links) kommt gegen Fabrice Lindner von Calden/Meimbressen in dieser Szene einen Schritt zu spät. Foto: Zgoll

Kassel. Das Positive für beide Fußball-Gruppenligisten vorweg: Beide Serien halten. Der SV Türkgücü bleibt auch im zwölften Spiel in Folge ungeschlagen, der SG Calden/Meimbressen gelang dies nach dem 1:1 (0:0) zum vierten Mal.

Bis zur 85. Minute war es ein Spiel, das keinen von den Sitzen riss. Dann wurde es hektisch: Schiedsrichter Jonek zeigte in den letzten fünf Minuten zunächst Türkgücüs Celebi Bayrak Gelb-Rot wegen Meckerns und nur fünf Minuten später Bayraks Mitspieler Seckin Bek wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

Auf dem Kunstrasenplatz im Nordstadtstadion begannen beide Mannschaften ziemlich verhalten. Die Gäste hatten nach zwei Standardsituationen die ersten Möglichkeiten. Dann übernahm Türkgücü das Kommando: Zunächst entschärfte Gäste-Torhüter Steven Berndt einen Hammer von Alibrahim Semoski (19.), dann scheiterte Yasin Bingül am Pfosten des Gästetores (20.). Das war es dann auch schon in der ersten Hälfte.

Mit zwei frischen Spielern –Celebi Bayrak und Onur Alkin – drängten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel auf eine Entscheidung. Zwischen der 46. und 65. Minute hatten die Gastgeber ihre stärkste Phase. Nach einem missglückten Abwehrversuch der Gäste schaltete Ugur Hayat am schnellsten und überwand Berndt zur verdienten 1:0-Führung (59.).

Gäste-Trainer Wolfgang Lindemann riskierte jetzt mehr und wechselte Markus Wollenhaupt als dritten Stürmer ein. Dieser drückte nach einem Missverständnis in der Platzherren-Abwehr und Pfostenabpraller eine Minute nach seiner Einwechslung den Ball zum glücklichen 1:1 über die Linie (73.). Türkgücü wollte nun den Siegtreffer, doch Calden/Meimbressen stand jetzt besser und verteidigte vielbeinig den Punktgewinn.

„Mit einer kämpferisch guten Leistung haben wir unser Ziel, einen Punkt zu holen, erreicht“, sagte Lindemann zufrieden, während Türkgücü- Trainer Hüseyin Üstün haderte: „Meine Mannschaft hat es nicht verstanden, gegen einen in der Offensive schwachen Gegner den Sieg perfekt zu machen. Wir hätten vor dem Tor kaltschnäuziger sein müssen.“

Von Horst Schmidt

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