Müllers Gelb-Rot schmerzt mehr als das Ergebnis

0:3 - TuSpo Mengeringhausen hält sich gegen TSV Wabern ganz ordentlich

Immer dagegenhalten: Simon Schwechel (inks) hat es mit Waberns Doppeltorschützen Fabian Korell zu tun. Hinten Philipp Schwedes und Andre Gutmann.
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Immer dagegenhalten: Simon Schwechel (inks) hat es mit Waberns Doppeltorschützen Fabian Korell zu tun. Hinten Philipp Schwedes und Andre Gutmann.

Nein, der TuSpo Mengeringhausen hat die Fußball-Gruppenliga nicht auf den Kopf gestellt. Das Schlusslicht ließ sich vom TSV Wabern beim 0:3 (0:1) aber auch nicht auseinandernehmen.

Mengeringhausen – Das ist ein Resultat, mit dem Trainer und Team leben können. Schwieriger ist das mit dieser Gelb-Roten Karte. Nico Müller sah sie in der 74. Minute für ein Foul kurz vor dem Strafraum.

Die Entscheidung von Schiedsrichter Johannes Stark erschien hart, Müller hatte den Ball getroffen. Co-Trainer Marcel Schilling positionierte sich klar: „Ich habe das nicht als Gelbe Karte gesehen.“ Er deutete an, dass der Unparteiische zu diesem Zeitpunkt – die Tore waren alle gefallen – mit Fingerspitzengefühl durchaus hätte anders handeln können. Weil er aberdie zwei Karten zog, wird dem TuSpo in der nächsten Partie in Hertingshausen ein weiterer Leistungsträger fehlen. „Das regt mich am meisten auf“, sagte Schilling.

Am verdienten Erfolg der Gäste gab es so oder so nichts zu deuteln. Um die zweitbeste Abwehr der Liga zu fordern, fehlten den Grün-Weißen Mittel und Personal. „Wir haben es einfach nicht geschafft, in den Momenten, in denen wir den Ball in den eigenen Reihen hatten, einen vernünftigen Angriff zu starten“, sagte Spielertrainer Andre Gutmann.

Mit direkten Weiterleitungen spielte sich die Heimelf zwar gut aus mancher Bredouille gegen den hochstehenden Gast, doch ihr fehlte ein Ballschlepper und -verteiler, der auch mal das Unerwartete tut. Waberns Tormann Islam Elgaz bekam bis zur Pause keinen Schuss zu halten. Der einzige Abschluss des TuSpo, ein schwierig zu platzierender Kopfball von Gutmann, flog über die Latte.

Stark präsentierte sich der Außenseiter in der Defensive. Die Mengeringhäuser gewannen viele Zweikämpfe und machten den Raum dicht. „Das war so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Gutmann. Bis auf Florian Korells Freistoß gleich in der 1. Minute blieb der TSV ohne Chance.

TuSpo half bei den Gegentoren kräftig mit

Dann kam die 40. Minute und dieser Freistoß. Fabian Korell drehte ihn von links halbhoch ins lange Eck. Ein haltbarer Ball. Womöglich war Torwart Moritz Föll durch Spieler vor ihm irritiert. Vorwürfe machte dem A-Junior ausdrücklich keiner.

Wabern blieb auch nach Wiederbeginn das druckvollere Team. Den zwei weiteren Gegentoren leisteten jedoch die Grün-Weißen durch Ballverluste im Mittelfeld artig Vorschub. Beim 0:2 holte sich Fabian Korell das Spielgerät und steckte für Torschützen Martin Mühlberger durch (50.), beim 0:3 war es genau umgekehrt, Korell vollendete gegen den in beiden Fällen chancenlosen Föll (65.).

Der junge Keeper parierte noch einen Freistoß von Jan Luca Schmeer (82.). Der gut spielende Daniel Sinemus klärte dann kurz vor der Linie und verhinderte den Dreierpack von Fabian Korell (83.).

TSV-Keeper Elgaz musste sich zweimal anstrengen: beim Freistoß von Sven Schwedes (56.) und dem Schuss von Simon Schwechel (79.). Die Vorarbeit von Dennis Jakob war in gewisser Weise typisch für die TuSpo-Angriffe: Er hatte sich allein durchgespielt und derartige Soli sah man immer wieder. (mn)

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