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TuSpo Mengeringhausen wieder auf Trainersuche – Patrick Gries sieht für sich „einmalige Chance“

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Von: Gerhard Menkel

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Ein Duo, dessen Zusammenspiel endet: Patrick Gries, scheidender Mengeringhäuser Trainer, und im Hintergrund Thomas Mertens, Geschäftsführer des TuSpo.
Ein Duo, dessen Zusammenspiel endet: Patrick Gries, scheidender Mengeringhäuser Trainer, und im Hintergrund Thomas Mertens, Geschäftsführer des TuSpo. © bb

Gruppenligist TuSpo Mengeringhausen muss sich wieder einen neuen Trainer suchen. Patrick Gries war erst seit Sommer da, nun geht er schon wieder, weil er ein Angebot aus der Regionalliga hat.

Thomas Mertens war auf eine einigermaßen entspannte Winterpause eingestellt. Die Vorbereitung auf die weitere Spielzeit der Gruppenliga mit Trainingsplan und -lager im nächsten Jahr stand so weit. Gut, der Geschäftsführer der Fußball-Abteilung des TuSpo Mengeringhausen hatte noch Gespräche zu führen. Man sucht Verstärkung. Dann der letzte Dienstag. Patrick Gries teilte Mertens mit, er beabsichtige den Verein zu verlassen.

„Er hat mich auf dem falschen Fuß erwischt, ich war vollkommen unvorbereitet“, gestand Mertens am Sonntag. Gries wechselt (wie kurz berichtet) zum TSV Jahn Calden und übernimmt als Chefcoach die Fußballerinnen in der Regionalliga. Der Kasseler folgt auf Lutz Anders, der beim Tabellensiebten Mitte Oktober gekündigt hatte.

„Ja“ zu Jahn aus sportlichen Gründen

Das Angebot erreichte Gries vor gut zwei Wochen. „Es war eine schwere Entscheidung“, sagte er. Leicht sei sie ihm nicht gefallen, „weil wir hier gut was entwickelt haben und die Mannschaft immer mehr von dem umsetzt, was ich mir vorstelle“. Die Arbeit beim TuSpo mache Spaß. Sie geht noch bis Sonntag, nach der Partie in Wolfershausen entschwindet Gries, der vom TSV Wichmannshausen an die Hagenstraße kam. Ja zu Jahn habe er aus sportlichen Gründen gesagt und nicht wegen „ein paar Euro“, betonte Gries.

Das Angebot, ein Regionalliga-Team zu trainieren, „kriegt man nicht jeden Tag als Amateurtrainer. Ich bin froh, dass ich die Chance habe, da mal reinzuriechen.“

Frankfurt und Karlsruhe statt Brunslar und Besse

Gegen Eintracht Frankfurt oder Karlsruher SC zu spielen, „das ist das, was mich reizt“, sagt der 40-Jährige, der sein Geld als Leiter des Standesamts Fuldatal verdient. Ihn erwarte ein „professionelles Umfeld in Calden“. Nicht zuletzt ist der Weg zum Training für ihn viel kürzer als jetzt.

„Das ist ein Paket, für das du als Verein dann wenig bis gar keine Gegenargumente mehr hast“, räumte Mertens ein. Gries habe seine Wechselabsicht vernünftig begründet. „Alles in Ordnung.“ Beim Gruppenligisten sind sie dennoch enttäuscht und bedauern den Schritt. „Er hat hier richtig gute Arbeit geleistet“, so Mertens. Kapitän Nico Müller sieht es ähnlich. „Es ist schade, weil er ein sehr guter Trainer ist und eine gute Entwicklung der Mannschaft hervorgebracht hat.“

Wer auf Gries folgt, ist offen. Mertens und seine Mitstreiter müssen erneut den Trainermarkt sondieren. (mn)

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