Upländer ziehen sicher in zweite Runde des Hessenpokals ein

4:1 über SV Bauerbach: Der SC Willingen kann Pokal

Jan Henrik Vogel(SC Willingen) geht nach der Attacke von Felix Hartmann (Bauerbach) zu Boden.
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Fliegender Sieger: Willingens Kapitän Jan Henrik Vogel geht nach der Attacke von Felix Hartmann (Bauerbach) zu Boden. Eine Szene ohne jede Symbolik.

Der SC Willingen hat souverän die zweite Runde im Fußball-Hessenpokal erreicht. Die Upländer ließen gestern Abend dem SV Bauerbach, Tabellenführer der Verbandsliga Mitte, wenig Siegchancen und gewannen mit 4:1 (3:0) klar.

Willingen - „Das war in der Deutlichkeit sicher unerwartet“, sagte SCW-Trainer Rainer Schramme sehr zufrieden nach den doppelten Doppelpacks von Florian Heine und Ssebastian Müller. Ihn freuten besonders zwei Dinge: Die junge Spieler hätten die Chance, sich zu präsentieren gut genutzt. Und: „Das sah fußballerisch sehr gut aus.“

Die Willinger Trainer hatten die bisher jüngste Defensive aufgeboten; in der Viererkette war Jan-Niklas Albers einziger Routinier, davor standen in Sean Querl und Valdrin Kodra auch nicht eben erfahrene Spieler. Eine Pause erhielten Nick Bärenfänger und Torhüter Yannick Wilke.

Die junge Startelf machte ihre Sache gut. Sie zeigte sich lauffreudig, ging aggressiv zur Sache und spielte mutig nach vorn. Weil auch die Gäste aus Bauerbach offensiv Qualitäten besaßen, entwickelte sich eine flotte Partie. Mehr Anteile daran besaß der SCW. Der Kopfball von Heine aufs SVB-Tor nach Flanke von Eric Kroll hatte noch etwas Überraschendes, die nächste Szene schon nicht mehr. Jan-Henrik Vogels Versuch wurde nach schöner Kombination, ausgehend von Rechtsverteidiger Tom Friedrich, gerade noch geblockt (12.).

Flo Heine trifft vom Punkt

Drei Minuten später konnte sich Wilke-Vertreter Michael Schirk bei einem Schuss von SVB-Kapitän Julian Gries zeigen, doch es herrschte jetzt ein Übergewicht der Willinger Kräfte. Das 1:0 leitete ein Eckball von Kapitän Vogel ein, Salfo Bandaogo bekam das Leder an die Hand, vom Punkt verwandelte Heine (18.).

Vier Minuten später zeigte sich, wie löchrig die Bauerbacher Abwehr war. Sebastian Müller kam über links, wurde beim ersten Versuch von Felix Hartmann noch geblockt, doch den zu ihm abgewehrten Ball verwertete er aus spitzem Winkel zum 2:0. Das 3:0 erzielte wieder Heine: Nach einem Konto über Vogel und Müllers Lattenknaller verwandelte er den Abpraller aus elf Metern (32.).

„Endlich haben wir konsequent unsere Chancen genutzt“, freute sich Schramme. Heine hätte nach Vorarbeit von Vogel beinahe auch das 4:0 markiert, traf aber mit seinem Drehschuss nur den Pfosten.

SCW-Glück bei drei Großchancen des SVB

Nach Wiederbeginn und mit frischen Spielern zeigten die Marburger Gäste, dass sie kein Zufalls-Spitzenreiter sind. Sie machten nun richtig Betrieb und besaßen prima Torchancen. Moritz Rechmanns Schuss lenkte Schirk mit einer Hand über die Latte, die folgende Ecke köpfte David Moreno alleinstehend vorbei (54.). Dann jagte Paul Jura den Ball völlig frei am Tor vorbei (56.).

„Da haben wir Glück gehabt“, wusste Schramme. Sein Team fing sich und hatte nach etwa einer Stunde erneut alles im Griff. Nachdem Heine zweimal das 4:0 verpasst hatte, ließ es Müller folgen, er verwertete einen Abpraller von Kroll gegen Keeper Bachmeier (81.). Zwei Minuten später kam Torwart Wilke zum Feldeinsatz - Heine durfte gehen, alles war entschieden. Das Tor von Funwi Shukawoni (90.) war nur für die Statistik.

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