Fußball-Verbandsliga Mitte: FC Ederbergland mit 1:0-Arbeitssieg in Oberliederbach

„Hauptsache gewonnen“

Das Trio, dass den Sieg brachte: (von links) Felix Nolte, Stasis Buvidavicus und Daniel Gora nach dem knappen 1:0-Erfolg des FC Ederbergland in Oberliederbach. Foto: Wilfried Hartmann

Oberliederbach. Der FC Ederbergland kann Siege erkämpfen. Mit 1:0 (0:0) gewann die Mannschaft von Trainer Vladimir Kovacevic in der Fußball-Verbandsliga bei der SG Oberliederbach. Damit liegen die Ederbergländer in der Tabelle weiter einen Punkt hinter Spitzenreiter Kelsterbach auf Rang zwei.

Dabei musste der FCE in der letzten Viertelstunde eine Abwehrschlacht überstehen, siegte letztlich aber doch, da ein genialer Spielzug zum 1:0 durch Daniel Gora reichte (55.).

Vor der Pause entwickelte sich Rasenschach. Taktikfreunde hätten ihren Spaß gehabt. Beide Teams wollten bewusst auf lange Bälle verzichten, um der Gefahr eines Konters entgegenzuwirken. Angeboten hätte sich diese Variante aber durchaus. „Der Platz ist sehr groß. Uns ist es aber kaum gelungen mit weiten Seitenwechsel Oberliederbach in Verlegenheit zu bringen“, sagte nach der Partie Ingo Miß.

Vorsichtiger Aufbau bedeutete auf FCE-Seite, dass die Innenverteidiger Fabian Mohr und Sadettin Taskiran vor dem Wechsel die meisten Ballkontakte hatten. Taskiran sprang ein, da Ricka aus familiären Gründen und Michael Möllmann krankheitsbedingt fehlten. Er lieferte ein ordentliches Spiel ab.

Für den FCE wurde nur eine Chance notiert, als Felix Nolte mit einem Freistoß (10.) an Oberliederbachs Torwart Michael Kornmesser scheiterte. Auf der Gegenseite hätte es öfter einschlagen können, allein vier Mal (19., 20., 21., 40.) musste FCE-Keeper Philipp Hartmann in höchster Not klären. „Wir haben vor dem Wechsel zu wenig getan, unter anderem die Abstände nicht gehalten, was den Gastgebern Lücken gebracht hatte“, sagte nach dem Abpfiff Trainer Vladimir Kovacevic. „In der Pause habe ich gesagt, dass wir, wenn wir oben dran bleiben wollen, mehr Aufwand betreiben müssen, vor allem mehr laufen.“

Seine Mannschaft erhörte den Coach und kam druckvoll aus der Kabine. Zunächst scheiterte aber Oberliederbachs Yuto Kamba an Hartmann (49.). Dann gelang dem FCE ein Tor aus dem Lehrbuch: Felix Nolte zog am linken Strafraumeck drei Gegenspieler auf sich, passte fein zum außen durchgelaufenen Stasis Buividavicus, der Daniel Gora bediente. Der Torjäger des FCE ließ sich die Chance aus acht Metern nicht entgehen (55.) – es war der Siegtreffer.

Das Spiel wurde nun offener, da die Heimelf mehr riskierte, den FC Ederbergland aber zu Konterangriffen einlud. Nachdem Miß (70.) mit einer Volley-Abnahme an Kornmesser scheiterte – es wäre die Vorentscheidung gewesen – baute Oberliederbach immer mehr Druck auf. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, kommentierte nach der Partie Fabian Mohr. Immer wieder warfen sich die FCE-Defensivspieler in die Schüsse der Gastgeber, die im Minutentakt auf Hartmanns Tor segelten.

Zittern war angesagt, ehe der knappe Arbeitssieg unter Dach und Fach war. „Hauptsache gewonnen. Duschen, nach Hause fahren, Feierabend“, sagte Kovacevic.

Von Wilfried Hartmann

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