8:2 - Der FCE lässt es krachen

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Jawoll, das Leder ist drin: Felix Nolte vom FC Ederbergland erzielt den zweiten Treffer für sein Team.

Wieseck. Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland hat es im Kampf um den Aufstieg krachen lassen: Die Kombinierten haben sich bei Schlusslicht TSG Wieseck am Ostermontag mit 8:2 (6:2) einen deutlichen Sieg gesichert.

Gut 600 Anhänger erlebten am Gründonnerstag auf der Allendorfer Beetwiese bereits die tolle Hessenpokalleistung des FCE bei der 0:1-Niederlage gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Nur etwa 25 Fans traten dagegen die 50-minütige Reise nach Wieseck an.

Wer nicht kam, der verpasste eine denkwürdige Partie zweier Teams, die zum Verdruss ihrer Trainer mit geradezu sperrangelweit offenen Defensivreihen antraten. „Das Ding konnte auch 15:8 für uns ausgehen“, wusste FCE-Trainer Vladimir Kovacevic und bildete mit diesem Fabelergebnis noch nicht ansatzweise die mehreren Dutzend Hochkaräter auf beiden Seiten ab.

Nach ganzen 70 Sekunden scheiterte Gästekapitän Dominik Karge mit seinem Foulelfmeter an SG-Torhüter Fabrizio Bopp. In Unterzahl (Sascha von Drach musste mit einer Handverletzung das Feld verlassen und wurde erst danach durch Sadettin Taskiran ersetzt) traf Hoang Duc Nguyen nach einem der vielen Stellungsfehler in der Defensivzentrale zum 1:0 für Wieseck (4.).

Zehn Minuten später klatschte sich Bopp einen Schuss von Ingo Miss zum 1:1 selbst ins Netz und ab ging die wilde Fahrt: Nach einem Abschlag von Gästetorhüter Philipp Hartmann gelangte das Leder direkt zum fleißigen und mannschaftsdienlichen Felix Nolte, der das 2:1 für den FCE besorgte (18.). Auffällig war, dass die völlig überforderte Wiesecker Offensive noch vor dem Wechsel sage und schreibe neun erstklassige Gästemöglichkeiten zuließ, von denen Daniel Gora (23./43.), Dominik Karge (30.) und Pavel Ricka (34.) immerhin vier nutzten.

Ebenso auffällig war aber auch, dass der designierte Absteiger vor der Pause zu fünf hundertprozentigen Chancen kam. Eine weitere davon verwertete Milos Milosevic, so dass es zum Seitenwechsel 6:2 für den haushohen Favoriten stand. „Es war einfach der pure Wahnsinn. Wir spielen vorne fast im Dreiminutentakt wunderschön unsere Möglichkeiten heraus, versemmeln unglaublich viele davon und lassen hinten so viele Chancen des Gegners zu. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles einschätzen soll“, brachte FCE-Trainer Vladi Kovacevic das Geschehen in den zweiten 45 Minuten auf den Punkt.

Der zweite Durchgang brachte mindestens so viele Torszenen wie die erste Halbzeit, aber nur noch die Ederbergländer Tore durch Daniel Gora (77.) und Dominik Karge (86.) fielen zum hochverdienten 8:2-Endstand für den Aufstiegsanwärter.

Von Rainer Maaß

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