Fußball-Verbandsliga Mitte: FC Ederbergland empfängt den Tabellensechsten Biebrich

„Mehr Aufwand betreiben“

Er soll auch im Rückspiel wieder treffen: Daniel Gora (Ederbergland, rechts), im Hintergrund Biebrichs Torhüter Denis Ademovic. Archivfoto: Lorenz/nh

Allendorf. Fünf Spiele ist der FC Ederbergland in der Fußball-Verbandsliga noch vom Meistertitel entfernt. Nach heutigem Stand müssen dabei vier Siege und ein Remis rausspringen, sofern Spitzenreiter Kelsterbach nicht patzt. Eine der höchsten Hürden – sieht man vom Saisonfinale gegen den Drittplatzierten Gießen ab – muss der FCE am Samstag nehmen, wenn der FV Biebrich ab 15.30 Uhr in Allendorf gastiert.

„Wir müssen geil auf den Dreier sein. Es darf nicht wieder eine so lethargische Spielerei geben wie in der ersten Halbzeit in Oberliederbach“, mahnt Ederberglands Trainer Vladimir Kovacevic und erinnert sich auch an das Hinspiel gegen den Tabellensechsten. „Das haben wir zwar 3:1 gewonnen, hatten aber damals auch reichlich Glück. Das wollen wir am Samstag in Allendorf nicht strapazieren.“

Bei den Wiesbadener Vorstädtern sticht mit Orkun Zer vor allem ein Spieler hervor: Der Stürmer hat bereits 25 Tore auf seinem Konto, liegt in der Torjägerliste auf dem zweiten Rang und schoss damit fast die Hälfte aller Biebricher Treffer (54).

Damit dürfte auf die FCE-Defensive einiges an Arbeit zukommen. Ob dabei wieder Pavel Ricka an der Seite von Fabian Mohr in der Zentrale verteidigen wird, ist noch nicht klar. Erst am Dienstag ist Ricka nach seiner Verletzung wieder ins Training eingestiegen. Auch hinter Michael Möllmann steht ein großes Fragezeichen: Er war eine Woche lang krank und hat bis Donnerstag nicht trainiert. So könnte also erneut Sadettin Taskiran eine Chance bekommen, der in Oberliederbach als Innenverteidiger eine ordentliche Partie ablieferte.

Gefehlt hat unter der Woche krankheitsbedingt auch Torjäger Daniel Gora, auf den Kovacevic natürlich hofft. „Daniel Gora, Felix Nolte, Dominik Karge und Ingo Miß haben fast 70 Tore gemacht. Das sind die erfahrenen Spieler. Von denen erwarte ich, dass sie in dieser Phase der Saison vorangehen, für Disziplin und Ordnung auf dem Feld sorgen und gegenüber dem letzten Spiel als Vorreiter eine Schippe drauf legen.“

Kovacevic warnt erneut vor dem Gegner: „Wir müssen mehr Aufwand betreiben. In Oberliederbach sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Besonders im Spiel nach hinten stimmten die Abstände nicht immer. Nach vorn spielte beispielsweise Karge seine Stärken nicht wie gewohnt aus, war besonders bei Zweikämpfen nicht präsent. „So Tage gibt es. Ich habe mit Dominik gesprochen und bin mir sicher, dass er gegen Biebrich anders zu Werke geht“, sagt Kovacevic.

Die Rheinstädter galten lange als Titelanwärter, stehen aktuell auf Rang sechs und stellen mit 33 Gegentoren die drittstärkste Abwehrreihe der Liga. 2016 holte das Team bei acht Spielen nur vier Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Darunter war allerdings auch ein 4:1-Erfolg bei Spitzenreiter Kelsterbach. (zhw)

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