Ohne Risiko geht nichts - Ederbergland erwartet Dietkirchen

Erhalten zukünftig mehr Unterstützung: die Ederbergländer Außenverteidiger wie Sadettin Taskiran (Mitte), hier gegen George Worcester (links) und Kaan Köksal von Oberrad. Foto:  zhw

Battenberg. „Nachlegen". Die Aufgabe, die Vladimir Kovacevic, Trainer des Fußball-Verbandsligisten FC Ederbergland, seinen Spielern vor der Partie gegen den TuS Dietkirchen (Anpfiff: Samstag, 15 Uhr auf der Allendorfer Beetwiese) stellt, ist in einem Wort zusammengefasst.

Allem voran steht der Blick auf die Tabelle. „Wenn wir oben dran bleiben wollen und das wollen wir, hilft nur ein Sieg“, sagt Kovacevic und fordert: „Konzentration und Druck von der ersten Minute an. Gelingt das, kommen die Feinheiten oft von selbst.“

Kovacevic hat unter der Woche die Fehler der ersten Hälfte aus dem Waldgirmes-Spiel mit seinem Team aufgearbeitet. So sollen die Probleme, die die Außenverteidiger Sadettin Taskiran und Yannic Holzapfel hatten, im Kollektiv gelöst werden. „Die Probleme waren da, weil sie sich keine Unterstützung von den Sechsern geholt haben. Das wollen wir abstellen.“

Das Spiel nach vorn war zu lethargisch und starr. Erst als die Seiten gewechselt und mehr Arbeit nach hinten geleistet wurde, kam Waldgirmes unter Zugzwang. „Es geht nicht von allein. Für den Erfolg musst du was tun. Der, der auch mal Risiko eingeht, muss wissen, dass seine Position oder sein Laufweg durch die eigenen Kameraden abgesichert ist. Ohne Risiko keine Überraschung“, sagt Kovacevic. Dass Dietkirchen auf einem Abstiegsplatz steht, lässt bei manchem Fan Gedanken an das 8:1 wieder aufleben. Aber: „Eddersheim, Schwanheim und Waldgirmes standen auch hinten in der Tabelle und wir haben in allen Spielen unsere Probleme gehabt und zwei davon verloren.“

Nicht entgangen sein dürfte dem FCE-Coach hingegen die Tatsache, dass der kommende Gegner mit sieben geschossenen Toren die wenigsten Treffer der Liga erzielt hat. Aber nur vier Mannschaften haben weniger als die elf Gegentore Dietkirchens kassiert. Es kann also eine zähe Angelegenheit werden.

Drei 0:1-Niederlagen und ein 0:0 in Breidenbach - alles auswärts bei Teams mit einem einstelligen Tabellenplatz - bedeuten zwar nur einen Punkt, zeigen aber, wie schwer sich Kinzenbach, Kelsterbach und Braunfels gegen die Limburger Vorstädter getan haben. Auf der anderen Seite will sich Felix Nolte allmählich an die Spitze der Verbandsliga-Torjäger schießen. Derzeit trennt ihn nur ein Treffer vom Breidenbacher Felix Baum. Ob allerdings Nolte in vorderster Front spielen oder als Zulieferer für Daniel Gora oder Manuel Todt agieren wird, ließ Kovacevic offen.

Allen Spekulationen zum Trotz: Bisher hat Kovacevic immer mit einer personellen oder taktischen Überraschung aufgewartet. Eine solche wird’s wohl auch gegen Dietkirchen geben. (zhw)

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