Abstiegskampf spitzt sich zu

1. FC Schwalmstadt in Rothwesten in der Pflicht

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Gefordert: Schwalmstadts Timo Brauroth (links, hier im Archivbild  mit Frank Jäger zu sehen). 

Rothwesten. Das ist ein wegweisendes Spiel in der Fußball-Verbandsliga. Der 1. FC Schwalmstadt braucht einen Sieg beim TSV Rothwesten (Mo. 15 Uhr). 

Nein, die 0:1-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Hünfelder SV war kein Beinbruch. Hat sie doch offenbart, dass der 1. FC Schwalmstadt auch gegen Spitzenmannschaften mithalten kann. Aber auch gezeigt, wo‘s derzeit hapert: im Abschluss. „Wir müssen vor dem gegnerischen Tor einfach kaltschnäuziger agieren“, sagt daher Trainer Atilla Güven vor dem wegweisenden Spiel beim TSV.

Und weiß, dass prompte Abhilfe Not tut. Denn die Lage der Schwälmer im Abstiegskampf hat sich trotz klarer Leistungssteigerung nach der Winterpause vor allem in der Defensive und im Spielaufbau wieder zugespitzt. „Wir müssen unbedingt punkten“, erklärt daher Mittelfeldmotor Timo Brauroth - und meint, wenn möglich, dreifach.

Bei einem Leidensgenossen, der sich allerdings heute mit einem Sieg gegen die SG Bad Soden schon aus der Abstiegszone verabschieden könnte. Die derzeit (gegenüber dem FCS) um sechs Punkte bessere Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt hat sich die Mannschaft von Taylan Bilecen mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage verdient. Aus der Winterpause kam sie mit zwei Siegen und zwei Remis, ehe am letzten Spieltag Kaufungen mit einem 2:1-Erfolg die Fuldataler auf ungewohntem Geläuf (dem Rasenplatz in Vellmar) überraschte.

„Ziemlich unglücklich“ fand Abteilungsleiter Siewert die (erst) fünfte Saisonniederlage, wurde sie doch durch zwei Elfmeter besiegelt. Der zweite verursacht von Max Annemüller, der 15 Minuten zuvor für den verletzten Christoph Herbst (Kapselriss) eingewechselt worden war und auch gegen Schwalmstadt das TSV-Tor hüten wird. Weiterhin fallen Kevin Seeger (noch gesperrt), Pascal Gunkel (beruflich verhindert) und Pavo Susilovic (Muskelfaserriss) aus. Angeschlagen sind Kristian Noja (Knieprobleme) und Ismet Ramadan (Oberschenkelprobleme).

Lange Bälle auf Losic

Bleibt als einziger Stürmer der (allerdings angeschlagene) Igor Losic, den seine Mannschaftskameraden, allen voran der laufstarke Dennis Salioski, vornehmlich mit langen Bällen suchen werden. Diese zu unterbinden erfordert wie gegen Hünfeld ein frühzeitiges Pressing.

Und die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeber, ihr wohl größter Trumpf, Geduld und Konsequenz im Spiel nach vorn. Mit Yannick März, Arthur Keil oder Lukas Schwalm als Alternative für den verhinderten Außenverteidiger Alexander Dietz. Und mit dem immer größer werdenden Druck, dass der Knoten im Abschluss endlich platzen muss. „Jedes Spiel hat für uns von nun an Pokalcharakter“, betont der Schwälmer Coach. Will sagen, ein Punkt hilft nicht weiter und eine Niederlage ist nicht mehr gut zu machen.

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