Sieg gegen Johannesberg ist Pflicht

Letztes Saisonspiel: 1. FC Schwalmstadt hilft nur noch ein Wunder

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Vollgas geben und hoffen: So will Angreifer Leonard Freund (l.), hier im Laufduell mit Bilal Azizi (CSC), doch noch den Klassenerhalt mit dem FCS schaffen.  

Schwalmstadt. Dem 1. FC Schwalmstadt steht ein schwieriges Spiel bevor: Im Saisonfinale der Fußball-Verbandsliga geht es am Samstag gegen die SG Johannesberg um den Klassenerhalt.

„Das Wunder“, sagt Atilla Güven, „es ist noch möglich.“ Der Trainer des 1. FC Schwalmstadt weiß aber auch um den „Eigenanteil“ seiner Mannschaft daran: „Um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssen wir erst mal drei Punkte einfahren.“ 

Alles andere als ein leichtes Unterfangen, erscheint doch zum Saisonfinale der Fußball-Verbandsliga mit der SG Johannesberg der Tabellendritte im Herbert-Battenfeld-Stadion (Sa. 17.15 Uhr), der selbst die volle Punkteausbeute braucht, um sich als Zweiter noch für die Relegation zur Hessenliga zu qualifizieren.

„Vollgas geben und hoffen“, lautet die Parole von FCS-Angreifer Leonard Freund. Und zwar, so sein Coach, genau in dieser Reihenfolge. Dazu gilt es, die Tabelle auszublenden und damit auch die Schreckensvision, dass möglicherweise selbst ein Erfolg gegen den starken Aufsteiger nicht zur Rettung reicht: „Damit dürfen wir uns nicht befassen“ (Güven).

Vielmehr damit, wie die stärkste Defensive der Liga - nur 32 Gegentore in 31 Spielen - zu knacken ist. Ohne Timo Brauroth, für den Jan Niclas Brandner neben dem allerdings noch angeschlagenen Peter Liebermann auf die Sechs rückt, während Leno Lindenthal im 4:2:3:1-System die Außenbahn beackert. „Permanent die Räume eng machen und dabei stets im Block nach vorne und nach hinten arbeiten“, lautet das Rezept des Trainers, das viel Laufbereitschaft und somit „Herz und Leidenschaft“ erfordert.

Seck macht sich und Team Mut

An Selbstbewusstsein dürfte es der Mannschaft nach dem 5:1 beim CSC Kassel nicht mangeln. „Wir haben gezeigt, dass wir Tore schießen und Drucksituationen überstehen können“, erklärt Innenverteidiger Fabian Seck.

Ein Ergebnis, das auch den Gast hat aufhorchen lassen. „Schwalmstadt ist wieder im Geschäft“, weiß Lothar Plappert. Der 1. Vorsitzende des Neulings, der gleich in seinem ersten Verbandsliga-Jahr für Furore sorgte, 12 seiner 17 Siege ohne Gegentor einfuhr, 15 Mal Zweiter war und fünf Spieltage lang sogar die Tabellenspitze zierte. Die Defensivstärke führt der SG-Chef auf eine stetige Steigerung der Mannschaft seit dem Gruppenliga-Aufstieg 2015 zurück, was nicht zuletzt auf das Konto von A-Lizenz-Trainer Jochen Maikranz geht: „Er hat aus unseren Möglichkeiten das Optimale heraus geholt.“

Keine Mauertruppe

Trotzdem. Eine Mauertruppe sind die Osthessen keineswegs. Haben mit Wintereinkauf Cino Schwab (vorher Steinbach, Borussia Fulda und Lehnerz) einen umsichtigen Strategen, mit Hamed Nouri einen torgefährlichen Mittelfeldspieler (bisher sechs Treffer) und mit Witali Bese einen emsigen Vollstrecker (8). Der verschoss beim letzten 0:2 in Neuhof allerdings einen Foulelfmeter und vergab eine weitere Großchance, sodass der TSV Lehnerz II nun die etwas besseren Karten im Kampf um den Relegationsplatz hat.

Ein Vorteil für Schwalmstadt? Eher nicht. Johannesberg kann selbst unter diesen Voraussetzungen in Ziegenhain befreit aufspielen, weil es die eigenen Erwartungen längst übertroffen hat. „Mal sehen, was geht“, meint Lothar Plappert beinahe entspannt. Aber auch: „Zu verschenken haben wir nichts.“ Der Gastgeber noch weniger.

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