Interview mit Thorsten Hirdes und Tobias Klöppner vor dem Verbandsliga-Derby

Vor 10 000 gegen Kahn und Co.

Klassenerhalt ist das Ziel: Thorsten Hirdes. Archivfoto: Fischer

Kassel. Fast 14 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Spiel treffen sie wieder aufeinander. Im Doppel-Interview äußern sich Thorsten Hirdes (Trainer KSV Hessen Kassel II) und Tobias Klöppner (Torwart-Trainer CSC 03 Kassel) über ihre Fußball-Freundschaft und den Endspurt in der Verbandsliga. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem G-Platz.

Sie haben lange zusammen bei Hessen Kassel, Ederbergland und Vellmar gespielt. Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an den anderen denken?

Thorsten Hirdes: Tobias ist ein zuverlässiger, sympathischer, und ironischer Typ und immer zu Späßen aufgelegt.

Tobias Klöppner: Wenn ich an Thorsten denke, denke ich an gutes Essen und daran, dass er mich in gemeinsamen Ederbergland-Zeiten sehr oft nach Haus gefahren hat, weil er dankenswerterweise wenig bis gar keinen Alkohol trinkt.

Und sportlich?

Hirdes: Wir haben mal mit Ederbergland ein Testspiel gegen Bayern München bestritten. Es war schweinekalt. Wir hatten es da unter anderem mit Paulo Sérgio und Giovane Élber zu tun. Auf Schnee haben wir uns aber mit einem 1:1 gut aus der Affäre gezogen.

Klöppner: Sicher war das etwas besonderes vor 10 000 Zuschauern gegen Olli Kahn und Co. zu spielen. Aber ich empfand Spiele, in denen es um etwas ging, als intensiver.

Sie haben als Torwart und Verteidiger nah beieinander gespielt. Was hat den anderen als Fußballer ausgezeichnet?

Hirdes: Tobias ist brutal willensstark und ehrgeizig. Er ist ein richtiger Kämpfertyp.

Klöppner: Ich habe an Thorsten seine gradlinige Art und seine professionelle, vorbildhafte Einstellung geschätzt.

Sie kennen sich fast so lange wie Ihre jeweilige Ehefrau. Wie würden Sie Ihre Freundschaft beschreiben?

Hirdes: Tobias ist jemand, auf den ich mich immer verlassen kann. Ich tausche mich gern mit ihm aus. Wir gehen relativ häufig zusammen Essen. Tobias ist Schnitzel-Liebhaber. Über den Fußball hinaus ist eine engere Beziehung entstanden.

Klöppner: Thorsten ist absolut vertrauensvoll. Ich kann mich auf ihn verlassen. Er steht zu dem, was er sagt. Er ist kein Schwätzer – ein gerader Typ, was ich sehr schätze. Unter meinen Freunden im Fußball ist er einer der Ersten. Ich kann mit ihm auch über Themen sprechen, über die ich mich mit anderen nicht unterhalte.

Das Hinspiel war mit einem 5:2 für den CSC eine eindeutige Angelegenheit. Warum?

Hirdes: Das war eine unserer schlechtesten Partien. Da hat vieles nicht gepasst.

Klöppner: Wir haben aus jeder Chance ein Tor gemacht. Es lief, und der KSV hatte einen rabenschwarzen Tag.

Das letzte Saisondrittel hat begonnen. Worum geht es noch für Ihre Mannschaften?

Hirdes: Für uns zählt nur der Nichtabstieg.

Klöppner: Wir haben immer noch das Ziel einstelliger Tabellenplatz.

Wie geht die Partie aus?

Hirdes: Ich hoffe, wir gewinnen 1:0.

Klöppner: Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust, weil ich auch nächste Saison gern wieder gegen den KSV spielen würde. Aber ich denke, dass wir 2:1 gewinnen. (srx):

Von Sebastian A. Reichert

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