Er ist ein eiskalter Vollstrecker

57 Saisontore sind der Rekord von Vellmars Fußballer Serkan Aytemür

Mal wieder entkommen: Vellmars Torjäger Serkan Aytemür (rechts, gegen Fuldas Kevin Hohmann).
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Mal wieder entkommen: Vellmars Torjäger Serkan Aytemür (rechts, gegen Fuldas Kevin Hohmann).

Beim Kampf um die Torjägerkanone in der Verbandsliga gab es nur einen Fußballer, der Sören Gonnermann gefährlich wurde: Serkan Aytemür. Okay, Gonnermann war mit 27 Toren auch in dieser Saison der beste Torjäger in dieser Klasse, aber der Vellmarer Stürmer lag mit 24 Treffern nur knapp dahinter. Und dafür brauchte Aytemür lediglich 21 Spiele.

OSC-Trainer Jörg Müller schwärmt in den höchsten Tönen von seinem Torjäger: „Aytemür ist ein absoluter Teamplayer, der sich für keinen Weg auf dem Platz zu schade ist. Und dennoch geht dabei sein Torriecher nicht verloren.“

Im Training ist der Wirtschaftsrechts-Student immer anzutreffen. Er ist heiß auf den Ball – auf die Spiele ohnehin. Auf die Frage, warum der 23-Jährige so treffsicher ist, meint sein Coach: „Er besitzt eine hohe Entschlussfähigkeit, wenn andere noch überlegen, vollstreckt er eiskalt.“ Selbstbewusst tritt Aytemür auf und bezeichnet sich als einen beidfüßigen, kompletten Stürmer.

Bevor der Angreifer in Vellmar auflief, spielte er im Herrenbereich beim KSV Baunatal, SV Türkgücü und FSC Lohfelden. Vor allem in der Kasseler Nordstadt machte er sich einen Namen. Für Türkgücü erzielte er in der Kreisoberliga in der Aufstiegssaison 2016/17 unglaubliche 57 Tore. Ein beeindruckender Rekord. „An diese Saison werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern“, sagt Aytemür. Kuriose Randnotiz: Die 57 Tore erzielte er in 25 Partien – an den ersten vier Spieltagen fehlte der Torjäger, weil er im Urlaub war.

Das Fußballspielen erlernte der Stürmer in der Nordstadt bei Fortuna Kassel. Sein Weg führte ihn noch im Jugendalter über den VfL Kassel zum KSV Baunatal. In der ersten Herren-Mannschaft brachte er es auf sechs Einsätze – fünf in der Hessen-, einen in der Regionalliga.

Aytemür wechselte 2016 zum SV Türkgücü. Nachdem er den Klub in die Gruppenliga geschossen hatte, ging es für ihn nach einem Jahr weiter zum Hessenligisten FSC Lohfelden. Doch so richtig glücklich wurde er dort nicht. Nach Leistenbeschwerden in der Vorbereitung bestritt er in der Saison zwar 24 Spiele – meist aber nur Kurzeinsätzen. Das tat seinem Ego nicht gut. Und so verließ er auch Lohfelden nach einem Jahr wieder. Sein neuer Verein? Der OSC Vellmar. Nach 14 Toren in der ersten Saison und 24 Treffern in der zweiten, geht er nun die dritte Spielzeit in Vellmar. Obwohl er in diesem Sommer von einigen Klubs umworben wurde, bleibt er dem Verbandsligisten treu. „Ich fühle mich beim OSC einfach wohl. Wir haben eine tolle Mannschaft und einen starken Trainerstab“, erklärt er seine Entscheidung.

Und welche Ziele hat er mit Vellmar? „Ich will mit meiner Mannschaft aufsteigen und als Torschützenkönig dabei einen wesentlichen Beitrag dazu leisten“, sagt Aytemür mit dem Selbstbewusstsein, das ein Torjäger braucht.

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