Verbandsliga: Schramowski-Elf Außenseiter

Alles spricht gegen den Melsunger FV

Hubert Schramowski

Melsungen. Das spielfreie Wochenende scheint den Spielern des Fußball-Verbandsligisten Melsunger FV nicht nur gut getan zu haben. „Ich bin ziemlich angefressen“, sagt MFV-Trainer Hubert Schramowski vor dem nächsten Auftritt seiner stark abstiegsbedrohten Elf beim SV Weidenhausen am heutigen Mittwoch (19 Uhr, Sportplatz am Chattenloh).

Der Grund: „Wir hatten am Dienstag und am Donnerstag vergangener Woche fünf Spieler beim Training. Wie wir uns als Mannschaft im Moment verhalten, ist eine Katastrophe.“ Das Samstag-Training musste der 56-Jährige, der in Melsungen bis zum Saisonende als Trainer eingesprungen ist, sogar mangels Beteiligung komplett absagen. Das „riecht“ nach Auflösungserscheinungen, von denen Nils Weigand indes nichts wissen will. „Wenn man unten steht, ist Frust normal“, sagt der 1. Vorsitzende.

Dazu gesellen sich vor dem Gastspiel beim Tabellenfünften arge personelle Probleme. Hendrik Schmidt, Niklas Rading, Marvin Haas und Tobias Frommann sind angeschlagen und ihr Einsatz ist fraglich. Aus beruflichen Gründen fehlt Boris Bajic.

Drittbester Sturm

Ganz anders die Vorzeichen beim Gastgeber. Der schwebt zur Zeit auf „Wolke sieben“. Angesichts von fünf Siegen aus sechs Spielen nach Winterpause. Angesichts des fünften Tabellenplatzes, womit die Anlaufschwierigkeiten in der Hinrunde Geschichte sind. Angesichts des drittbesten Sturms der Liga, wobei Sören Gonnermann und Jan Gerbig (beide 18 Treffer) als Vollstrecker herausragen. Also muss Stefan Stederoth sogar auf die Euphoriebremse treten. „Natürlich sind das tolle Erfolgserlebnisse, aber wir haben uns in der Verbandsliga eingerichtet und blicken nicht nach oben“, weist Weidenhausens Spartenleiter alle Aufstiegsambitionen zurück.

Und warnt vor einem angeschlagenen Gegner: „Das könnte eine harte Nuss werden.“ Nicht nur die aktuellen Voraussetzungen, auch die Vergangenheit spricht dagegen. In Weidenhausen hat der MFV seit der Saison 2012/2013 alle Spiele verloren. Und auch zu Hause in vier Partien drei Schlappen eingesteckt. Ein Lieblingsgegner ist der SVW also bestimmt nicht.(sol/ohm) Foto: Hahn/nh

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