Interview über erste Plätze und Torjäger Geisler

Rothwestens Trainer Patrick Klein: „Andi hat die nötige Ruhe“

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Kann optimistisch in die Zukunft schauen: Rothwestens Trainer Patrick Klein steht derzeit mit den Fuldatalern auf Platz sechs der Tabelle.

Fuldatal. Fairste Mannschaft und den Liga-Toptorjäger in den eigenen Reihen: Der TSV Rothwesten gehört nicht nur aufgrund dieser beiden Top-Werte zu den Überraschungsteams der aktuellen Verbandsliga-Saison.

Im Interview zieht Trainer Patrick Klein vor dem 23. Spieltag ein Zwischenfazit. Am Sonntag empfangen die Fuldataler (6./52:28/32) den TSV Lehnerz II (5./43:33/33) ab 15 Uhr im Bergstadion.

Rothwesten ist Erster der Fairnesswertung, hat die wenigsten Gelben Karten bekommen. Welche Bedeutung hat das für Sie?

Patrick Klein: Das ist schon eine schöne Auszeichnung – aber auch eine Momentaufnahme, weil sich das ja auch schnell ändern kann, wenn man eine Rote Karte bekommt. Das heißt aber schon, dass wir uns im Zweikampf geschickt anstellen und Situationen spielerisch gut lösen.

Auch in einer anderen Wertung ist der TSV spitze. Andreas Geisler führt mit 21 Treffern die Torschützenliste an. Auch eine schöne Momentaufnahme?

Klein: Nein, selbst wenn er bei 21 Toren stehen bleiben würde, wäre das eine tolle Saison von ihm. Andi ist ja nicht mehr der Laufstärkste – also ist er auch verpflichtet, vorn die Tore zu machen (lacht). Aber natürlich kommt ihm seine Erfahrung zugute. Andi hat die nötige Ruhe vor dem Tor.

Mit dem sechsten Sieg im Bergstadion würde Rothwesten auch wieder einen Schritt nach vorn in der Heimwertung machen. Wie wichtig ist das eigentlich für Sie?

Klein: Dass die Festung Bergstadion nicht eingenommen werden soll, hat mit oberste Priorität. Das gilt gerade gegen Mannschaften, die wie Lehnerz am Sonntag eine längere Anreise haben. Lange vor einem Spiel im Auto zu sitzen, ist dann schon ein Nachteil.

Wie ist aktuell der Zustand des Platzes?

Klein: Eine absolute Katastrophe. Die Gemeinde hat nichts gemacht. Das ist nicht schön und auch nicht verbandsligawürdig. Eigeninitiative ist da wieder gefragt. Die Jungs haben sich schon eine Walze organisiert. Wir wollen auf jeden Fall gern spielen am Sonntag.

Gehört Rothwesten im dritten Verbandsliga-Jahr zu den Top-Teams? Gilt die Überschrift „Abenteuer Verbandsliga“ nicht mehr?

Klein: Wenn man in der vergangenen Woche in Hünfeld die Stadt und die Sportanlage sieht, dann ist das für einen kleinen Verein wie Rothwesten nach wie vor außergewöhnlich, in dieser Liga spielen zu dürfen. Und wenn es dann noch im oberen Drittel ist, dann ist das noch erstaunlicher und noch überraschender.

Wie kann Lehnerz geschlagen werden?

Klein: Das Hinspiel haben wir zwar nur 1:2 verloren, wir waren aber weitgehend chancenlos. Der TSV Lehnerz besitzt eine der spielstärksten Mannschaften der Liga mit sehr jungen und ehrgeizigen Leuten. Wir müssen ihnen die Lust am Fußball nehmen. Da kommen uns die schlechten Platzverhältnisse vielleicht entgegen.

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