Verbandsliga: Schwalmstadt nach 2:0 nur 2:2 – Brandner trifft und bereitet Tor vor

Um Ausgleich gebettelt

Schwälmer Aktivposten: Flügelmann Jan Niklas Brandner (rechts), hier im Kopfballduell mit Eschweges Dadah Gadea Baringo. Foto: Hahn

Ziegenhain. Nein, so richtig freuen konnte sich Jan Niklas Brandner nicht. Nicht über sein zweites Saisontor, nicht über seinen feinen Pass zum 2:0 für den 1. FC Schwalmstadt. Der Grund: Dem heimischen Fußball-Verbandsligisten gelang es nicht, den Vorsprung in der letzten Viertelstunde über die Runden zu bringen und musste sich mit einem 2:2 (1:0) gegen die SV 07 Eschwege zufriedengeben.

Der FCS-Flügelmann wusste auch warum: „Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der zweiten Halbzeit das Fußballspielen fast eingestellt haben.“ Das sah so aus, dass sich die Gastgeber mit seinem Kontertor in der 36. Minute im Rücken fast komplett gegen einen stürmischen Gegner in die eigene Hälfte zurückgezogen hatten.

So rollte ein Angriff nach dem anderen auf das von Steffen Völker gut gehütete Tor und insbesondere die Schwälmer Innenverteidigung hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Die erledigten Fabian Seck und Lukas Ide zwar mit Bravour, doch konstruktive Entlastung war Fehlanzeige. Bis zur 75. Minute. Da spielte der 21-jährige Ex-Neukirchener den Ball bei einem Konter „instinktiv“ (Brandner) in den freien Raum und Leon Lindenthal war zur Stelle, um zum zweiten Tor für die Schwalmstädter zu vollenden.

Die Vorentscheidung? Mitnichten. Denn die eigene Unsicherheit konnten die Schwab-Schützlinge noch immer nicht abschütteln. Statt dem Mut zu gewinnen überwog laut Abwehrchef Seck die Angst, das Spiel doch noch aus der Hand zu geben. Eschwege spürte das, gab weiter Gas - und hatte Erfolg. Nach einer Ecke stocherte Mariusz Gogol den Ball über die Linie (84.). Und nachdem der umsichtige Schiedsrichter Daniel Velten nach 94 Minuten immer noch nicht abpfeifen wollte, war der eingewechselte Marius Jung zum 2:2 zur Stelle (90.+4). Der FCS hatte dabei fast um den Ausgleich gebettelt, bekam trotz eines weit aufgerückten Gegners keinen Angriff mehr zu Ende gespielt.

„Den Punkt nehmen wir gerne mit“, freute sich SVE-Trainer Rafal Kljnszmit, der seine Mannschaft in der Pause aufgerüttelt hatte: „Zum Fußballspielen gehört auch Kampf und Einsatz.“ Genau den hatte Schwalmstadt in der ersten Hälfte sprechen lassen, damit die spielerische Überlegenheit der Eschweger wettgemacht und bis auf den gefährlichen Alexander Bazzone alles unter Kontrolle gehabt.

Die war ihr in der zweiten Hälfte völlig entglitten. Zum Ärger von Trainer Marco Schwab. Der ärgerte sich über zwei verlorene Punkte, die auf das Konto von „fehlender Cleverness“ gingen: „Wir haben in der Schlussphase Lehrgeld gezahlt.“ Und dem starken Jan Niklas Brandner die Freude verdorben. • FCS: Völker - Keil, F. Seck, Ide, März - Kutzner, Liebermann - Brandner (85. Omerovic), Herpe (65. Gerstung), Petersohn (71. Trümner) - Lindenthal. Eschwege: Krengel - Vidal Gadea, Gadea Baringo, Gogol, Montag - Huhn (80. Jung), Nouri (77. Hanna) - Kaufmann, Bazzone, Kazak - Sanchez Gorris (46. Tadeis Gambetta). SR: Velten (Schöffengrund). Z: 200. Tore: 1:0 Brandner (36.), 2:0 Lindenthal (75.), 2:1 Gogol (84.), 2:2 Jung (90.+4).

Von Ralf Ohm

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