Verbandsliga

1. FC Schwalmstadt vertraut im Abstiegskampf auf Tobias Kreuter

+
Gibt die Richtung vor: Tobias Kreuter ist nach fünfeinhalb Jahren wieder die Nummer eins in Schwalmstadt. 

Treysa. Er ist der Rekordhalter des 1. FC Schwalmstadt als Nummer eins mit 178 Spielen in Hessen- und Verbandsliga. Und vor allem ist Tobias Kreuter eines: zurück und wird gebraucht.

„Tobi gehört zusammen mit Roland Bormann zu den herausragenden Torhütern der letzten 20 Jahre in der Region. Dadurch können wir nun auf eine ganz starke Achse bauen“, sagt Atilla Güven. Schwalmstadts Trainer denkt dabei an Abwehrchef Fabian Seck, Neuzugang Vedran Jerkovic, Rückkehrer Timo Brauroth und eben Kreuter. Von all zu viel Vorschusslorbeeren will der 40-Jährige nichts wissen. „Das Vertrauen muss ich mir erstmal wieder verdienen. Ich gehe die Aufgabe mit dem nötigen Respekt an“, betont der Rückhalt.

Immerhin: sein Kampfgewicht mit 84 Kg verteilt auf 1,88 m hat er gehalten, bleibt durch Joggen fit und trainiert ab sofort zweimal pro Woche mit der Mannschaft. Seinen Einstand gibt er am Samstag (15 Uhr) im Testspiel bei Hessenligist FSC Lohfelden. „Ich will den Jungs Sicherheit geben. Torhüterspiel ist zu 80 Prozent Kopfsache und nur zu 20 Prozent Physis“, betont er.

Die Rückkehr im Abstiegskampf ist nun eine Herzensangelegenheit. Klar, Kreuter wurde in Ziegenhain geboren, lebt in Treysa, wo er in der Jugend beim ESV Jahn reifte und neben drei Jahren beim SC Neukirchen ausschließlich beim TuSpo Ziegenhain, in Treysa und eben als Mann der ersten Stunde ab 2003 für den Nachfolgeklub FCS spielte. Sechs Jahre davon als Nummer eins und Torwart moderner Prägung – auch wenn das auf der Haupttribüne in Ziegenhain nicht jedem gefiel.

Sein Karriereende 2012 hat er nie bereut. Getreu dem Motto: man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Zudem verlagerten sich damals die Prioritäten. Sohn Magnus bereicherte den Alltag, inzwischen hat er mit Liv Grete ein Schwesterchen. Beide namentlich inspiriert von den Wintersportlern Magnus Moan und Liv Grete Poirée. Nur die Mutter der beiden, Barbara Kreuter, „ist nicht begeistert, dass ich wieder bei den Senioren spiele“, sagt der Torwart.

Zwei Nächte habe er auch deshalb nach dem Anruf des Sportlichen Leiters Martin Hölzers über die Anfrage schlafen müssen, ob er für den am Kreuzband verletzten Mario Wörmann einspringen könnte. „Wenn ich was mache, dann richtig“, sagt Tobi Kreuter. Deswegen müssen die in der Kreisoberliga erfolgreichen Altherren nun auf ihren Stamm-Verteidiger verzichten. Denn der soll 13 Einsätze da fliegen, wo er bis 2012 regelmäßig glänzte: zwischen den Pfosten – bei der ersten Mannschaft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.