Baunataler Trainer zieht die Reißleine – Nachfolger soll heute vorgestellt werden

0:6 – und Avakhti tritt zurück

Nicht mehr Trainer des KSV Baunatal: Feras Avakhti trat als Coach der Verbandsliga-Mannschaft zurück. Foto:  Malmus/nh

Burghaun. Wenn das Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga mit nur zehn Spielern zum Spitzenreiter fährt, dann ist eine Klatsche programmiert.

Unter den gegebenen Umständen verkaufte sich die Reserve des KSV Baunatal beim SV Steinbach noch teuer, der Ligaprimus baute die Tabellenführung mit einem souveränen 6:0 (5:0)-Kantersieg dennoch ohne Probleme aus. Für KSV-Trainer Feras Avakhti war es allerdings das letzte Spiel an der Seitenlinie.

Dies hatte schon vor der Partie festgestanden: „Ich habe dem Vorstand und der Mannschaft Anfang der Woche Bescheid gesagt, dass ich nicht mehr weitermache. Wir gehen absolut im Guten auseinander und ich habe ein gutes Verhältnis zu den Spielern, die noch übrig sind, aber meine Ambitionen und die Realität gehen zu weit auseinander. Ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten alles versucht, aber der Kader ist einfach zu dünn. Mit so wenigen Leuten kann ich nichts bewegen“, begründet Avakhti seinen Rücktritt. Der Verein hat bereits einen Nachfolger gefunden, der heute vorgestellt werden soll. Einen Namen wollte Baunatals sportlicher Leiter Willi Nebe aber gestern Abend noch nicht nennen.

Zum Spiel: Der ohnehin schon kleine Baunataler Kader wurde durch die Platzverweise von Gökhan Topsakal und Robin Pollmer in Rothwesten vergangene Woche noch mal ausgedünnt, und auch Nico Langhans (Magen-Darm) musste noch kurzfristig absagen. Der SVS ging die Partie von Beginn an hochkonzentriert an und hatte schon nach fünf Minuten für Klarheit gesorgt: Der enorm starke Marcel Ludwig hatte erst eine Flanke auf Petr Kvaca gebracht, dessen Kopfballablage zimmerte Petr Paliatka direkt ins Netz (3.), kurz darauf legte Julian Rohde aus 16 Metern nach Ludwig-Flanke das 2:0 nach (5.).

Auch an fast allen anderen Treffern war Ludwig beteiligt, so auch am 3:0 von Petr Paliatka (18.). Petr Kvaca legte mit einer schönen Direktabnahme das 4:0 nach (23.), kurz vor der Pause beförderte KSV-Kapitän Immanuel Böker das Leder nach Flanke von David Fladung ins eigene Netz (38.). Dass bis zum Schlusspfiff nicht noch mehr Treffer als das 6:0 durch Petr Kvaca, der einen abgewehrten Ludwig-Schuss nur noch über die Linie drücken musste (56.), fielen, lag vor allem an der teils fahrlässigen Chancenverwertung.

Positiv war das Bild, das die KSV-Reserve trotz der bitteren Situation abgab. Die VW-Städter stellten sich keineswegs nur hinten rein, versuchten immer wieder mitzuspielen und hatten durch Sekan Atemür (32.) und Philipp Warkus (56.) sogar zwei Pfostenschüsse zu verzeichnen. „Für diese Rumpfelf war es trotzdem anschaulich, da muss ich der Mannschaft ein Lob aussprechen, sie hat bis zum Schluss alles gegeben. Für unsere Verhältnisse haben wir das dann noch gut gemacht“, meinte der zurückgetretene Avakhti.

Von Ralph Görlich

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