Verbandsliga-Derby: BC Sport leistet bei 0:5 nur eine Stunde lang Widerstand

Baunatal weiter im Hoch

Zugestellt: Wenig Spielraum ließen die Baunataler mit (von links) Felix Schäfer, Lars Frerking, Antonio Bravo Sanchez und Sefa Cetinkaya den Sportianern wie hier Marvin Pfeffer (in Blau). Foto: Fischer

Baunatal. Die Tendenz der letzten Wochen setzte sich fort: Die U 23 des KSV Baunatal hatte fleißig gepunktet, während der BC Sport Kassel meist leer ausging. Und so lief es auch im gestrigen Derby der beiden Fußball-Verbandsligisten.

Zwar hielten die Sportianer die Partie fast eine Stunde lang offen. Dann aber bauten die VW-Städter am heimischen Baunsberg mit dem zweiten Treffer ihre knappe Pausenführung aus und der Widerstand der Gäste brach in sich zusammen. Am Ende wahrte der KSV mit 5:0 (1:0) seine Ambitionen auf den Klassenerhalt, während die Situation für den BC Sport als 15. immer prekärer wird.

Die leicht überlegenen Baunataler wurden vor der Pause meist nur aus der Distanz gefährlich. Dabei scheiterte Sefa Cetinkaya einmal am Pfosten. Besser machte es der nach einem Freistoß von Torben Grill sträflich allein gelassene Felix Schäfer, als er nach kurzem Erstaunen aus der Drehung zum 1:0 traf (31.). Bei der besten Gelegenheit der Gäste hatte Schlussmann Sebastian Finke gegen Karim Kouay und Abdullah Al Omari (18.) gerettet.

Nach dem Wechsel waren die Sportianer im Mittelfeld zunächst präsenter. Das vorentscheidende Tor jedoch glückte den Platzherren. Schäfer legte ab, und Cetinkaya brachte den Ball aus 17 Metern mit der Innenseite flach im langen Eck unter (58.).

Bei den Sportianern brachen nun alle Dämme, der KSV hatte leichtes Spiel. Torben Grill eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, sein Zuspiel gibt Antonio Bravo Sanchez steil auf Cetinkaya, und der kann sich die Ecke zum 3:0 aussuchen (69.). Zwischen dem bedauernswerten Gäste-Torhüter Antonio Rega und dem ersten seiner Mitspieler tummelten sich in diesem Moment vier Baunataler. Auch Lars Frerking hatte bei seinen Toren zum 4:0 (71.) und 5:0 (78.) alle Freiheiten.

„Ich weiß nicht, warum die Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht mehr auf dem Platz war“, sagte Sport-Trainer Wolfgang Zientek und gab sich pessimistisch: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass es noch Klick macht und wir die Kurve kriegen.“

Zuversichtlicher wirkte da schon sein Gegenüber. „Sie mussten nach der Pause kommen und aufmachen. Dabei haben wir gnadenlos gut nach vorn gespielt und diesmal die Chancen ausgenutzt“, freute sich Bernd Bilsing.

Von Wolfgang Bauscher

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.