Abwehrspieler in Vellmar nicht mehr gefragt – Neuzugang aus Korea für OSC-Angriff

Bingül geht nach Baunatal

Der Kapitän geht von Bord: Serhat Bingül (rechts) verlässt die U 23 von Fußball-Verbandsligist OSC Vellmar und schließt sich dem Ligakonkurrenten KSV Baunatal II an. Auch Ruslan Shagirov (links) meldete sich ab. Archivfoto: Fischer

Vellmar/Baunatal. Als ob es um die U 23 des OSC Vellmar nicht schon schlecht genug stünde. Nun muss das Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga auch noch den Abgang mehrerer Spieler verkraften. Zu denen, die von Bord gehen, gehört neben Ruslan Shagirov, Arif Zeki und Patrick Rathgeber auch Kapitän Serhat Bingül. Während Zeki sich der TSG Wilhelmshöhe anschloss, zieht es Bingül zum bisherigen Ligakonkurrenten KSV Baunatal II.

Eine Begründung dafür, warum der zu Saisonbeginn als Hoffnungsträger vom TSV Rothwesten in eine junge, unerfahrene Mannschaft gekommene 25-jährige Bingül den OSC verlässt, liefert Vellmars Trainer Rainer Rethemeier nur bedingt: „Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt, weil wir ohne ihn planen wollten. Die Trennung erfolgte aber nicht im Bösen.“

Hartwig greift wieder an

Die OSC-Reserve liegt als Tabellenletzter 13 Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz zurück. Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind also minimal. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Matthias Hartwig, nebenbei als Co-Trainer tätig, greift nach zwei Kreuzbandrissen wieder voll an und könnte in der Defensive zur nötigen Verstärkung werden. Auch Trainersohn Hendrik Rethemeier ist wieder fit. Dazu stieß mit Jungho Ahn ein interessanter Neuzugang. Der 23-Jährige kommt direkt aus seiner Heimat Korea, hat an der Universität Seoul ein Studium der Sportwissenschaft absolviert und spricht sogar bereits leidlich gut Deutsch.

Anders als einige Koreaner, die bisher in der Region kickten, hofft der offensive Flügelspieler, der im Training einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, nicht auf eine Profikarriere. „Ihm geht es mehr darum, Land und Leute kennenzulernen und seine Sprachkenntnisse zu verbessern“, weiß Rainer Rethemeier.

Ahn fand den Weg zum OSC nicht durch Vermittlung eines in Kassel ansässigen Landsmannes wie seine Vorgänger. Ihn verwies sein Kumpel Su Min Kim, der ebenfalls schon für die Vellmarer die Stiefel schnürte, an seinen früheren Klub. (wba)

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