Bittere Heimniederlage des SSV Sand

Kein Durchkommen: Der Sander Daniel Wagner wird von Usman Mobarak (verdeckt) und Viktor Knopf (Nr. 2) gestoppt. Die Löwen gerwannen mit 1:0. Foto: Michl

Der Fußball-Verbandsligist hat durch das 0:1 gegen Hessen Kassel II wertvollen Boden im Kampf um die Aufstiegsrelegation verloren

Sand. Beim Sprungversuch auf den Relegationsplatz nach oben in der Fußball-Verbandsliga ist der SSV Sand auf der heimischen Höhe ausgerutscht. Denn die Hausherren von Trainer Peter Wefringhaus standen nach fünf Siegen in Folge erstmals wieder mit leeren Händen da. Sie mussten sich dem KSV Hessen Kassel II mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Lohn für die Junglöwen: sie sind jetzt Tabellenzweiter und können weiter von der Höherklassigkeit träumen.

Natürlich war Wefringhaus enttäuscht: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat in einer Partie auf sehr hohem Niveau über weite Strecken zwar den Takt vorgegeben, konnte dies trotz mehrerer Topchancen aber nicht zählbar umsetzen.“

Sein KSV-Kollege Thorsten Hirdes strahlte hingegen über das ganze Gesicht: „Ich habe schon vor dem Spiel gesagt: wer das erste Tor schießt, der gewinnt. Ein ganz dickes Lob muss ich meiner Defensivabteilung zollen.“

Die Sander legten mit viel Dampf los. Doch mehr als vier Eckbälle in der Anfangsviertelstunde sprangen dabei nicht heraus. Ein um das andere Mal bissen sich die Hausherrren in der hervorragend organisierten und kompromisslos zu Werke gehenden KSV-Abwehr fest. Und fand Sand doch einmal die Lücke, wie Steffen Bernhardt (12., 17.) im Doppelpack, dann war Löwen-Keeper Piotr Gorczyca auf dem Posten.

Die Gäste beschränkten sich jedoch nicht nur auf Abwehrarbeit, sondern blieben mit blitzschnellen Kontern immer brandgefährlich. Die beste Chance dabei besaß Viktor Knopf (34.), der aber an Schlussmann Johannes Schmeer scheiterte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel auf dem Rasen. Sand behielt den Vorwärtsgang eingelegt und hätte durchaus das Signal auf Grün stellen können. Vier hochkarätige Einschussmöglichkeiten konnten auf SSV-Seite notiert werden, die aber allesamt leichtfertig verschenkt wurden.

Das bestrafte Murat Osmanoglu (66.) mit dem entscheidenden Treffer. Er köpfte einen Freistoß von Oliver Scherer unhaltbar für Schlussmann Schmeer in den oberen Torwinkel.

In der Nachspielzeit stimmten die Platzherren dann den Torjubel bei einem Kopfball von Tobias Oliev (90.+3) an. den aber Torwart Gorczyca mit einem Superreflex verstummen ließ.

Von Reinhard Michl

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.