1:3 – FCS läuft in Hünfeld 0:2-Rückstand vergeblich hinterher – nur Ricardo Seck trifft

Blitztor lähmte Schweigert-Elf

Sorgte nach dem Wechsel für mehr Druck: Steven Preuß (vorn). Foto: Kasiewicz

Hünfeld. Die Hypothek war zu groß. Nach einer weitgehend verschlafenen ersten Halbzeit musste der 1. FC Schwalmstadt beim SV Hünfeld mit 1:3 (0:2) seine zweite Saisonniederlage in der Fußball-Verbandsliga Nord hinnehmen.

Mit viel Zuversicht und großem Ehrgeiz zum Aufstiegsfavoriten gereist, wurde der Hessenliga-Absteiger schon nach wenigen Minuten kalt erwischt: Nach einem Foul von Matthias Lutz an Maurus Klüber verwandelt Christoph Neidhardt den fälligen Foulelfmeter zum 1:0 (3.).

„Das war Gift für unser Spiel“, bekannte Trainer Hans Schweigert, denn seine Schützlinge – offensichtlich plötzlich verunsichert und ohne die gewohnte Geschlossenheit – erholten sich nur langsam von diesem Rückschlag. Auch der kurzfristige Ausfall von Janis Lerch spielte den Gastgebern in die Karten, denn „Sechser“ Preuß musste somit als Innenverteidiger aushelfen und fehlte als Motor im Mittelfeld.

So kontrollierte Hünfeld fortan die Partie, während bei Schwalmstadt Sacir Nikocevic den Schaden in Grenzen hielt. Erst bekam der FCS-Schlussmann nach einem Rehm-Schuss (10.) die Fingerspitzen noch an den Ball, dann rettete er zweimal (12.) gegen Klüber.

Auf die erste gute Schwälmer Chance mussten die mitgereisten Fans bis zur 31. Minute warten, als Torwart Gutberlet bei einem 16m-Freistoß von Jan-Henrik Wolf prima reagierte. Fast im Gegenzug machte es der agile Klüber besser und schob den Ball an Nikocevic vorbei zum 2:0 (32.) ein.

Immerhin: Der FCS kam geläutert und mit frischem Elan aus der Kabine, was auch einer Umstellung geschuldet war. Mit Steven Preuß als Antreiber, für den der eingewechselte Jakob Gerstung in die Innenverteidigung rückte, machte der Gast mehr Druck – und wurde rasch belohnt: Nach einer schönen Kombination erzielte Ricardo Seck den Anschlusstreffer (53.). Spätestens jetzt war‘s ein offener, bisweilen etwas ruppiger Schlagabtausch. Bei dem erneut Schlussmann Nikocevic in den Mittelpunkt rückte, als er einen Yildiz-Kopfball an den Pfosten lenkte (60.). Die größte Chance zum Ausgleich vergab André Meier. Nach einem blitzschnellen Gegenstoß schloss er aus 18 Meter überhastet ab (63.).

Als die Partie hin und her wogte, sorgte erneut Neidhardt (75.) für die Entscheidung. Denn zu einem erneuten Aufbäumen waren die Gäste nicht mehr in der Lage • Schwalmstadt: Nikocevic – Liebermann, F. Seck, Preuß Lutz – Kutzner, Meier - R. Seck, Wolf, Lindenthal (46. Gerstung) – Erdem (75. Rieck). SR: Müller (Sinntal). Tore: 1:0 Christoph Neidhardt (3., Foulelfmeter), 2:0 Maurus Klüber (32.), 2:1 Ricardo Seck (53.), 3:1 Christoph Neidhardt (75.). (ohm)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.