Auf Chrissie ist Verlass - Korbach gewinnt Derby gegen Willingen mit 5:4

Torschütze und Passgeber: Christoph Osterhold (links) und Jan Henrik Vogel freuen sich über den Treffer zum 2:1. Foto: zmp

Korbach. Angeführt von einem überragenden Christoph Osterhold hat sich der TSV/FC Korbach den Derbysieg in der Fußball-Verbandsliga Nord gegen den SC Willingen gesichert.

Beim 5:4 (3:1) war der Offensivspieler bis zu seiner Auswechselung an vier Treffern beteiligt, drei schoss er selber. „Das ist eben der Chrissie", kommentierte TSV/FC-Trainer Jörg Büchse die Leistung seines Torjägers, der schon zwölf Treffer auf seinem Konto hat.

400 Zuschauer konnten sich über fehlende Spannung und wenig Tore wahrlich nicht beklagen. Schon nach knapp 90 Sekunden nahm das Spektakel an Fahrt auf, der starke Patrick Plonka brachte die Upländer in Führung. Doch nur vier Minuten später schlugen die Korbacher zurück: Christoph Osterhold vollstreckte aus spitzem Winkel. Und es kam noch besser für die Kreisstädter. Erneut Osterhold legte nach Pass von Jan-Henrik Vogel das 2:1 nach (17.). Und nur sechs Minuten später tauchte der Korbacher Torjäger wieder frei vor dem Tor auf, legte aber quer zu Marcel Bangert, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben brauchte. „Präzise gespielt, die Laufwege haben gepasst“, freute sich Büchse über die Vorstellung seines Teams.

Das musste in Hälfte zwei aber mächtig zittern: Nach den zuletzt vielen Spielen ging dem TSV/FC die Kondition aus, Willingen übernahm mehr und mehr das Kommando, war wacher in den Zweikämpfen und überlegen. Christof Grosser nach Vorarbeit durch Plonka verkürzte auf 2:3 (65.). Auf der Gegenseite war auf Christoph Osterhold Verlass: Bei einem der wenigen konsequent zu Ende gespielten Konter behielt er frei vor dem Torwart die Nerven - 4:2.

Und weiter ging das muntere Scheibenschießen im Hauerstadion: Daniel Butterweck traf erneut nach Vorarbeit von Plonka zum 3:4, einen Elfmeter in der Nachspielzeit verwertete Jonas Will dann zur Entscheidung - 5:3. Zuvor hatte der eingewechselte Sven Penzenstadler Norayr Jalilyan zu Fall gebracht und sah dafür Gelb-Rot. Zwar bekam Willingen vom Schiedsrichtergespann in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einen Elfmeter geschenkt - Denny Benndorf soll Grosser gefoult haben. Direkt nach dem 4:5 durch Matthias Bott beendete Katrin Rafalski aber die Partie und ließ einen frustrierten Willinger Trainer zurück. „Einen Punkt hätten wir verdient gehabt. Fußball ist für uns gerade grausam“, sagte Uwe Schäfer.

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