1. FC Schwalmstadt: Nachfolger von Hauer/Möller schon in Rothwesten auf der Bank

Christoph Keim kehrt zurück

Der „Neue“ auf der Trainerbank des 1. FC Schwamstadt ist ein alter Bekannter: Christoph Keim, der gestern bereits das erste Training beim Verbandsligisten leitete. Foto: Fischer

schwalmstadt: Nur eine Woche nach dem Rücktritt des Trainerduos Hauer/Möller kann der 1. FC Schwalmstadt einen Nachfolger präsentieren. Christoph Keim nämlich, der die Mannschaft des heimischen Fußball-Verbandsligisten ab sofort übernehmen wird und bereits gestern das erste Training leitete.

Der „Neue“ ist ein alter Bekannter, fungierte der langjährige Spieler des KSV Hessen Kassel doch bereits von 2012 bis 2015 als Chefcoach des FCS und führte das Team gar in die Hessenliga. Für Konrad Schanze, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, eins von mehreren Argumenten, die dafür sprachen, „dass Christoph Keim unser erster und einziger Kandidat war.“ Einem, dem zugetraut wird, dafür zu sorgen, dass die Mannschaft endlich wieder „ihr wahres Potenzial“ abruft, um das Tabellenende so schnell wie möglich zu verlassen.

Schwierige Situation

„Eine schwierige Situation“, sagt Christoph Keim, der sich der 36-Jährige nach „guten Gesprächen“ mit dem Vorstand stellen wird. Überzeugt davon, „dass wir nur gemeinsam die Karre aus dem Dreck ziehen können.“

Nach zehn Spielen ohne Sieg und einem Abstand von sechs Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz hat der Abstiegskampf für ihn „absolute Priorität“. Dem ordnet er auch eine Entscheidung über eine mögliche längere Zusammenarbeit mit dem FCS unter: „Darüber können wir reden, wenn sich die Lage entspannt hat.“

Seine Sofortmaßnahme: Den Spielern „einen klaren Plan“ an die Hand geben, „so dass jeder weiß, was er zu tun hat.“ Auf und neben dem Platz, nachdem auch disziplinarische Defizite zu dieser heiklen Lage geführt haben. Dazu steht er in ständigem Austausch mit U 23-Trainer Marco Schwab. Und warnt gleichzeitig vor „unrealistischen Erwartungen“. Denn: „Rein spielerisch lässt sich das nicht lösen. Erstmal sind Grundtugenden wie Kampf und Einsatz gefragt.“

Immerhin: Beides hat die Mannschaft in der letzten Partien gegen Bosporus Kassel (0:0) durchaus gezeigt. Und damit offenbart, dass sie den Ernst der Lage (Fabian Seck: „Es ist schon fast fünf nach Zwölf“) erkannt hat. An der Wende hinderte sie ihre Ladehemmung, obwohl sie laut Keim über genug Qualität in der Offensive verfügt. Also gilt es für ihn, „so schnell wie möglich die Verkrampfung im Abschluss zu lösen, so dass die Mannschaft vor dem Tor wieder die richtigen Entscheidungen trifft.“

In den noch vier Spielen vor der Winterpause will der neue FCS-Trainer auf jeden Fall die Wende einleiten. Am besten schon am Sonntag in Rothwesten, wo er sein Comeback auf der Schwalmstädter Bank feiert.

Von Ralf Ohm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.