Interview mit dem Rothwestener Maximilian Werner über die Serie der Kantersiege

„Das ist total unglaublich“

Er hat derzeit mit dem TSV Rothwesten einen richtigen Lauf: Maximilian Werner (rechts), hier gegen den Melsunger Ibrahim Zahirovic, eilt mit seinem Team von Kantersieg zu Kantersieg. Foto:  Schachtschneider/nh

Rothwesten. Fünf Packungen gab Fußball-Verbandsligist TSV Rothwesten zuletzt seinen Gegnern mit. Am 15. Spieltag empfangen die zu Hause noch ungeschlagenen Fuldataler (5./37:13/24) nun den SV Weidenhausen (10./30:34/17). Schiedsrichter Nico Pohl (SG Eder Frankenberg) pfeift das Spiel am Sonntag um 15 Uhr im Bergstadion an. Wir haben über die Kantersiege mit TSV-Stürmer Maximilian Werner gesprochen, der bereits neun Tore erzielt hat.

5:0, 7:1, 8:2, 4:0, 5:0 – werden Sie nach dieser Siegesserie nervös, wenn Sie nach zehn Minuten noch nicht 3:0 führen?

Maximilian Werner: Nein, auf keinen Fall. Wir lagen ja gegen Korbach auch 0:1 hinten und sind dann trotzdem zurückgekommen. Wir gehen jedes Spiel professionell an.

Der Ex-Rothwestener André Schubert trägt als Gladbacher Trainer einen giftgrünen Kapuzenpullover. Welchen Glücksbringer hat der TSV aktuell?

Werner: Wir versuchen, dass wir in unseren weißen Trikots spielen. Wenn es jetzt allerdings matschig wird, müssen wir wohl doch in Blau auflaufen. Aber das hat ja beim 4:0 gegen Schauenburg auch ganz gut geklappt.

Nach Toren stellt der TSV aktuell sowohl offensiv als auch defensiv das beste Team. Wie erklären Sie sich diesen Lauf, nachdem es zu Saisonbeginn vor allem im Angriff haperte?

Werner: Bei mir persönlich platzte der Knoten, nachdem ich gegen Schwalmstadt getroffen hatte. Das ist bei der ganzen Mannschaft ähnlich. Defensiv standen wir ja schon vorher gut, aber jetzt läuft es eben auch vorn.

Gehen die Bälle schon fast automatisch rein?

Werner: Ja, genau. Man kann fast schon sagen, dass nahezu jeder Schuss drin ist. In den ersten Spielen sprang der Ball auch mal vom Pfosten wieder raus.

Müsst ihr euch manchmal kneifen nach den Spielen angesichts dieser absoluten Traumergebnisse?

Werner: Das ist schon total unglaublich, was wir momentan liefern. Damit haben wir ja auch nicht gerechnet. Wir können es auch nicht so richtig glauben, wollen aber den Lauf so lange wie möglich fortsetzen.

Ist es auch für Sie persönlich eine perfekte Saison?

Werner: Ich wollte in die Mannschaft reinkommen und mich in der Verbandsliga beweisen. Das habe ich noch nicht erreicht. Die letzten fünf Spiele liefen gut, aber es gibt noch eine komplette Rückrunde.

Fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schwalmstadt – was spricht gegen einen künftigen Hessenligisten Rothwesten?

Werner: Unser Ziel war und ist es auch weiterhin, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Hessenliga ist gar kein Thema, das kann ich versprechen.

Wie groß ist die Angst vor der nächsten Niederlage?

Werner: Wir haben davor keine Angst. Dass wir auch mal wieder verlieren werden, ist jedem von uns bewusst. Das ist auch nicht schlimm. Wir dürfen uns dann nur nicht unterkriegen lassen.

Ein Kantersieg mit sechs Toren fehlt noch. Was ist Ihr Tipp für gegen Weidenhausen?

Werner: Natürlich ist es toll, wenn wir viele Tore schießen, aber defensiv stehen wir gerade auch super. Ich glaube nicht, dass wir wieder einen Kantersieg landen werden. Ich tippe auf ein 1:0 für uns.

Von Sebastian A. Reichert

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