Verbandsliga Nord

Debakel für Eintracht Baunatal: 0:6 gegen SSV Sand

+
Gefahr gebannt: Baunatals Aushilfsspielertrainer Christopher Löbel (links) klärt in höchster Not gegen den heranstürmenden Pascal Itter, dem später mit drei Toren hintereinander noch ein Hattrick gelang. 

Einen bitteren Tag erlebte Aufsteiger GSV Eintracht Baunatal im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga bei der 0:6 (0:3)-Pleite gegen den SSV Sand.

Die Großenritter können sich glücklich schätzen, dass die Gäste eine Reihe bester Möglichkeiten liegen ließen und relativ früh den Schongang einlegten.

Unglücklicher konnte es für die Gastgeber nicht beginnen. Erst schenkte Torhüter Maurice Kraft dem SSV den ersten Treffer, als er dem Gegner einen Ball in den Fuß spielte. Ein Querpass reichte dann, und Antonio Bravo Sanchez ließ sich die Chance zum 1:0 nicht nehmen (3.).

Das Unglück nahm seinen Lauf: Bei einem Zweikampf traf Steffen Klitsch mit zu hohem Bein Eintrachts Christian Krug im Gesicht (8.). Dessen blutende Wunde musste im Krankenhaus versorgt, Augenlid und Augenbraue genäht werden.

„Diese beiden unglücklichen Aktionen haben uns das Genick gebrochen“, lautete das Fazit von Aushilfsspielertrainer Christopher Löbel. Die Eintracht fand nie zu ihrem Spiel, was sicher nicht allein an ihr selbst lag. Schließlich stand ihr mit Sand die erwartete Spitzenmannschaft gegenüber.

Nach Abstimmungsproblemen in der GSV-Abwehr fiel durch Steffen Klitsch (22.) und Jan-Philip Schmidt (29.) mit dem 2:0 und 3:0 vor der Pause die Vorentscheidung. Torhüter Kraft verhinderte mit Glanztat bei einem Hammer von Schmidt einen noch höheren Rückstand (32.), im Gegenzug ging Niels Willers Schuss aus spitzem Winkel vorbei.

Kurz nach dem Seitenwechsel war dann alles klar. Pascal Itter erzielte nach feinem Pass von Simon Bernhardt das 4:0 (49.). Gefahr für das Tor des SSV kam noch einmal auf, doch Torhüter Johannes Schmeer lenkte Willers Heber zur Ecke. Von nun an nahmen sich die Gäste merklich zurück und spulten ihr Programm routiniert herunter. Erst ein Weckruf von Trainer Michael Heimrich weckte die Lebensgeister des SSV wieder auf. Pascal Itter machte mit Toren zum 5:0 und 6:0 seinen Hattrick in der 81. und 87. Minute perfekt. „Der Erfolg ist in der Höhe verdient, wir konnten hier unsere Routine ungestört ausspielen“, sagte Heimrich zur eigenen Leistung.

Für die Großenritter bleibt nur zu hoffen, dass sich vor der Partie bei Schlusslicht FSV Dörnberg am Sonntag ab 15 Uhr) die personelle Situation schnell genug entspannt. Foto: Horst Schmidt/nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.