Interview mit KSV-Urgestein Holger Brück und Schauenburgs Trainer Jurek Förster

„Der gute Start beflügelt“

Den Ball nicht aus den Augen verlieren: KSV-Spieler Taekhyun Lee (rechts) versucht, sich in dieser Szene gegen den Willinger Tobias Schumann durchzusetzen. Foto:  Koch

Schauenburg/Kassel. Für Jurek Förster, Trainer des Fußball-Verbandsligisten SG Schauenburg, ist das Derby gegen den KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr) ein besonderes Spiel. Der 45-Jährige spielte einst sechs Jahre für die Löwen, kam sogar vor 19 Jahren zu drei Drittliga-Einsätzen. Sein Trainer damals: KSV-Legende Holger Brück. Wir haben mit ihnen gesprochen.

Welche Erinnerungen haben Sie beide an die drei Regionalliga-Spiele im Sommer 1996, in denen Jurek Förster für den KSV Hessen Kassel zum Einsatz kam?

Jurek Förster: Das war schon eine feine Sache, dass Holger mir damals die Chance gegeben hat. Die Regionalliga war schon eine andere Nummer als Landesliga, in der ich sonst für die zweite Mannschaft gespielt habe. In meiner ersten Saison bei den Junglöwen hat Holger als Spielertrainer im Alter von 45 Jahren noch 90 Minuten auf dem Feld durchgezogen.

Holger Brück: Das ist schon 20 Jahre her. Jurek hat unter mir in der zweiten Mannschaft übrigens zusammen mit dem jetzigen Junglöwen-Trainer Thorsten Hirdes gespielt. Mit dabei war auch Uwe Schäfer, der als Willingen-Trainer mit seinem Team zuletzt gegen die KSV-Reserve gespielt hat.

Was hat Holger Brück als Trainer beziehungsweise Jurek Förster als Spieler ausgezeichnet?

Förster: Holger hat viel Wert auf Disziplin gelegt. Menschlich ist er einfach ein toller Typ. Ich kann nur Gutes über ihn sagen. Bis 2013 habe ich ja noch hin und wieder mit ihm in der Traditionsmannschaft des KSV gespielt.

Brück: Jurek hat sich immer hundert Prozent reingehauen. Er war kein Filigrantechniker, hat aber immer alles gegeben. Von seiner Mannschaft wird er bestimmt jetzt auch erwarten, dass sie immer alles gibt.

Was ist für den KSV Hessen II in dieser Saison drin?

Förster: Der KSV kann schon um die ersten drei Plätze mitspielen, der gute Start beflügelt sie. Wenn es mit Platz eins nicht klappen sollte, wäre der Relegationsplatz sicher auch eine Option.

Was erwarten Sie für ein Spiel am Sonntag?

Förster: Es wird schwierig für uns. Die 0:4-Niederlage in Melsungen zuletzt war nicht so toll. Auch wenn die Höhe des Ergebnisses etwas täuscht, können wir die vier Gegentore nicht wegdiskutieren. Gegen Kassel müssen wir versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten und uns dann in das Spiel hineinarbeiten.

Brück: Ich hätte sicher geguckt, habe aber leider keine Zeit. Ich habe aber bisher nur unsere zweite Mannschaft beim 3:1 gegen Willingen gesehen. Wenn sie ihre in der ersten Hälfte gezeigte gute Leistung noch länger durchhält, ist sie klarer Favorit.

Was ist Ihr Tipp?

Förster: Für ein Tor sind wir immer gut. Ich bin optimistisch und tippe auf ein 1:1.

Brück: Ich kann nur nach den bisherigen Ergebnissen gehen und tippe, dass unserezweite Mannschaft am Ende mit zwei Toren Unterschied gewinnt.

Von Sebastian A. Reichert

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