Fußball-Verbandsliga: Dörnbergs später Jubel

KSV Hessen II unterliegt 2:3 – Siegtreffer durch Serhat Bingül

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Leichte Schräglage: Der Dörnberger Kevin Richter (links) und Kassels Tobias Bredow.

Kassel. Einen 3:2-Sieg feierte der FSV Dörnberg am Sonntag über den KSV Hessen Kassel II. Dabei fiel das Siegtor erst in der 90. Minute durch Serhat Bingül. Zwischenzeitlich hatte Kassel mit 2:1 geführt.

Die Kälte schien auch das Spiel beider Mannschaften auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion einzufrieren: Spielerisch sehenswert war die erste Halbzeit kaum, immerhin fielen frühe Tore. Nach gerade acht Minuten sorgte Dörnbergs Kapitän Pascal Kemper für die Führung der Gäste, als er einen Freistoß aus 20 Metern und zentraler Position gekonnt ins Tor zirkelte. Auf den Ausgleich drängend, spielten die Löwen nun nach vorne, einzig der finale Pass oder ein cleverer Abschluss fehlten. 

Oder Dörnberg hatte das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Der Ausgleich für die Löwen fiel dann nach einem Foul von FSV-Spieler Dominik Richter an David Lensch im Kopfballduell. Schiedsrichter Sascha Bauer entschied auf Strafstoß, und Ingmar Merle verwandelte trocken zum 1:1 (22.). In der 42. Minute drehte der KSV das Spiel: Dörnbergs Philipp Schnegelsberg verstolperte den Ball im eigenen Fünfmeterraum und Torwart Plavcic konnte nur zusehen, wie Lensch das 2:1 erzielte.

Mit dieser knappen Führung ging es in die Pause und der FSV musste bis zur 66. Minute auf den Ausgleich warten. Einen Schuss von Kemper konnte KSV-Torwart Kliebe stark parieren, jedoch setzte Dauber nach, wurde von Muhammad Guelsen gefoult, und erneut zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Abermals Kemper traf zum 2:2 (66.).

Während Kassel nun Druck machte und die erneute Führung erzielen wollte, hatte sich Dörnberg gedanklich bereits mit dem Punkt angefreundet, ehe aus einem drei werden sollten: Sekunden vor Spielende schlug Kevin Richter einen weiten Freistoß in den Strafraum der Löwen. Dort lauerte Bingül völlig frei und nickte den Ball mit dem Kopf ins Tor (90.).

„Das ist natürlich bitter, dass wir drei Tore nach Standardsituationen kassieren und dann so verlieren“, erklärte Trainer Thorsten Hirdes, fand aber auch versöhnliche Worte. „Einen Vorwurf kann ich keinem machen, die Einstellung hat gestimmt.“ Zufrieden war der Schütze des Siegtores: „Ich sollte eigentlich nicht mit nach vorne, aber gut, dass ich es trotzdem gemacht habe“, freute sich Serhat Bingül. Lob gab es von Dörnbergs Trainer Dirk Lotzgeselle: „Wenn es so ausgeht, dann will ich mal nichts sagen“, lachte er.

Kassel: Kliebe - Appel, Guelsen, Krug, Knopf (72., Feldmann), - Bredow (70., Leck), Unzicker, Merle, Baumgarten, Schuetze - Lensch

Dörnberg: Plavic - Welker, Schnegelsberg (44., Sperber), Binguel, Gunkel - Dauber, Wenzek, Richter D. (72., Grenzebach), Richter K. - Kemper, Schulze

Schiedsrichter: Bauer (Fritzlar) - Z.: 50 – Tore: 0:1 Kemper (8.), 1:1 Merle (22. FE), 2:2 Kemper (66. FE), 2:3 Bingül (90.)

Von Thomas Lange

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