Verbandsliga: Junglöwen verlieren in Unterzahl 0:2 gegen SV Eschwege

Doppelschlag schockt KSV

Kapitäne im Luftduell: Eschweges Spielführer Christopher Minne (links) und sein Gegenüber Murat Osmanoglu sahen beide nach Auseinandersetzungen mit dem Schiedsrichter Gelb-Rot. Foto: Schachtschneider

Kassel. Das muss erst einmal verdaut werden: In einer zerfahrenen Fußball-Verbandsliga-Partie verlor die Reserve des KSV Hessen Kassel 0:2 (0:0) gegen den SV Eschwege. Die Kapitäne beider Teams sahen im Spielverlauf Gelb-Rot, KSVer Tobias Bredow in der Nachspielzeit gar Rot.

Die stark veränderte Startelf der Junglöwen zeigte anfangs gefällige Kombinationen, in der Defensive waren jedoch einige Abstimmungsprobleme zu erkennen. Nach 22 Minuten foulte Gästetorwart Danny Göhler Muhammed Gülsen, den anschließenden Foulelfmeter von Rolf Sattorov parierte der Eschweger Keeper jedoch. Die beste Chance für Eschwege hatte fünf Minuten später Felix Schulz, sein Schuss landete jedoch im Außennetz.

Als bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief, pfiff Schiedsrichter Johannes Frohnapfel Schulz aus bester Schussposition zurück um KSV-Kapitän Murat Osmanoglu zu verwarnen. Auch Eschweges Kapitän Christopher Minne sah daraufhin Gelb, er hatte sich verständlicherweise über den nicht gewährten Vorteil geärgert. Osmanoglu fühlte sich seinerseits vom Schiedsrichter verbal attackiert und sah wenige Augenblicke nach der ersten Gelben Karte Gelb-Rot. „Ich habe noch nie einen so dünnhäutigen Schiedsrichter erlebt“, sagte Eschweges Minne.

Nach der Pause dominierte der in Überzahl spielende SVE, doch Minne (53., 55.) und Stephan Montag (59.) vergaben jeweils nach Schulz-Vorarbeit. Der zur Pause eingewechselte René Ochs hatte die beiden einzigen Torchancen des KSV im zweiten Durchgang (65., 67.), beide Schüsse verfehlten ihr Ziel knapp. Schließlich brachte Jan Kaufmann mit einem Schuss von der Strafraumkante die Gäste in Front (74.). Schulz krönte seine starke Leistung, indem er unmittelbar danach ohne große Gegenwehr auf 2:0 erhöhte (75.). „Mit einem Mann weniger habe ich befürchtet, dass wir nach dem ersten Gegentor Probleme bekommen“, meinte Junglöwen-Trainer Thorsten Hirdes.

In der Schlussphase stand erneut der Unparteiische im Mittelpunkt: Erst verwies er Eschweges Spielführer Minne mit Gelb-Rot des Feldes (89.), dann bestrafte er den Kasseler Bredow überhart mit Rot für ein Foulspiel. Nach dem Schlusspfiff herrschte bei KSV-Spielertrainer Jens Wörner noch Redebedarf: „Wie der Schiedsrichter heute die Karten verteilt hat, ist für ein Fußballspiel ungesund. Man konnte nicht mit ihm reden.“

Für den wohl einzigen Kasseler Lichtblick sorgte U19-Spieler Christian Krug, der in der 83. Minute zu seinem Verbandsliga-Debüt kam.

Von Gregory Dauber

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