Baunatal gegen Schauenburg ist nicht nur Derby, sondern auch Krisengipfel

Das Duell der Enttäuschten

Baunataler Spielertrainer: Martin Wengerek.

Baunatal/Schauenburg. Etwa drei Kilometer sind die Sportplätze Baunataler Baunsberg und Elgershäuser Goldbergkampfbahn voneinander entfernt. Beide sind auch in der Tabelle Nachbarn. Die Fußball-Verbandsligisten grüßen vor dem Kellerduell des 15. Spieltags von ganz unten: Der KSV ist Vorletzter, die SG Schauenburg Letzter. Anpfiff des Derbys ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem Sportplatz am Baunsberg.

1.Die Misere: Aufsteiger Schauenburg (17./10:42/4) verlor zuletzt siebenmal in Folge, traf dabei nur zweimal. Zusammen mit den noch sieglosen Baunatalern (16./11:30/4) hat das Schlusslicht die wenigsten Tore erzielt. Beide Teams versuchen, den Abstand bis zur Winterpause nicht völlig abreißen zu lassen, um dann noch mal einen Angriff versuchen zu können.

2.Der Ernst: Neun Punkte Rückstand hat das Duo schon auf den Drittletzten Willingen. Mindestens zehn Zähler müssten jeweils nach aktuellem Stand gutgemacht werden, um die Abstiegsränge zu verlassen. „Für den Verlierer wird es ganz düster aussehen“, sagt KSV-Spielertrainer Martin Wengerek. Sein Team hat mit vier Gelb-Roten und zwei Roten Karten bislang die meisten Platzverweise aller Teams hinnehmen müssen.

3.Der Favorit: Baunatal war bei drei Niederlagen mit einem Tor Unterschied knapp dran an einem Punktgewinn, bei Schauenburg war das einmal weniger der Fall. „Wir sind nicht der Favorit“, sagt SG-Kapitän Alan Scott. „Ich weiß aber auch nicht, ob es in der Partie einen gibt.“ Wengerek: „Das wird ein Duell auf Augenhöhe. Man wird sehen, wer sich vielleicht schon ein bisschen aufgegeben hat.“

4.Das Personal: Bei den VW-Städtern fehlt Immanuel Böker rotgesperrt. Lars Frerking kehrt dagegen nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zurück. Der zuletzt verhinderte Volkan Altindag ist ebenfalls zurück. Fraglich ist, ob Marijo Susilovic wieder spielen kann. Bei den Schauenburgern sieht es eher schlecht für eine Rückkehr von Florian Peter (Schulterverletzung) aus.

5.Die Tipps: Wengerek tippt auf einen 3:1-Sieg für die Hessenliga-Reserve. „Bei beiden ist das Selbstvertrauen angeknackst. Der Wille wird entscheidend sein“, sagt er. Schauenburgs Spielführer sagt hingegen einen 2:0-Erfolg für seine Farben voraus. „Wir sind verdammt und verpflichtet, gegen Baunatal zu punkten. Das ist jedem von uns klar. Mit 100-prozentigem Siegeswillen ist das aber machbar“, erklärt Scott. (srx)

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