Verbandsliga: Junglöwen und OSC-Reserve spielen 3:3 in einer kuriosen Partie

Ein Duell, vier Geschichten

Philipp Marlow

Kassel. Die Vorzeichen ließen nicht zwangsläufig auf ein solch unterhaltsames Spiel hoffen. In der Fußball-Verbandsliga war die Hessenliga-Reserve des OSC Vellmar vor der Partie bereits abgestiegen, die zweite Mannschaft des KSV Hessen Kassel dagegen ist auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Nach dem 3:3 (0:2)-Unentschieden bleiben vor allem die bemerkenswerten Geschichten von vier Akteuren in Erinnerung. Der dreifache Torschütze

Jungho Ahn vom OSC Vellmar ist in dieser Saison noch nicht wirklich ins Rollen gekommen. Der quirlige Stürmer, dessen Saison bisher von Verletzungen geprägt war, stand gegen den KSV Hessen erst zum vierten Mal in dieser Saison in der Startelf. Heute stand er zweimal goldrichtig, wie sein Trainer Rainer Rethemeier lobte. Beim 1:0 und 2:0 lauerte er im Fünfmeterraum und verwandelte dann in absoluter Torjäger-Manier. Seinem dritten und letzten Tor ging eine klasse Einzelleistung voraus, die seinen Dreierpack vergoldete. DER UNGLÜCKSRABE

Philipp Marlow, Innenverteidiger vom OSC Vellmar, erwischte keinen guten Tag, denn er verursachte alle drei Strafstöße für Hessen Kassel. Zunächst foulte er den einschussbereiten Alexander Schüler – der 2:1-Anschlusstreffer der Kasseler folgte. Dann sprang ihm der Ball unglücklich an die Hand – die Gastgeber glichen aus. Ein erneutes Foul von Marlow im Strafraum bedeutete den dritten Elfmeter für den KSV, auch wenn dieser glücklich für den OSC Vellmar endete. „Das ist alles ziemlich blöd gelaufen“, blickte der Enttäuschte nach dem Spiel zurück.

Der Elfmeterschütze

Auf Murat Osmanoglu ist vom Elfmeterpunkt Verlass. Also war es auch gegen den OSC Vellmar klar, dass der Kapitän zu den Strafstößen antrat. Zweimal überwand er Swen Meier im Tor und traf somit zum zwischenzeitlichen Ausgleich. In der 74. Minute trat er dann ein drittes Mal an – diesmal hielt Meier den Schuss. Obwohl Osmanoglu zuvor einen Schlag auf das rechte Auge bekommen hatte und nicht richtig sehen konnte, wollten seine Mitspieler dennoch, dass er schießt. Außerdem: Eine Trefferquote von 66 Prozent ist ja nicht verkehrt, wie Osmanoglu sich lachend zu verteidigen wusste.

DER TORWART-JOKER

„Eingewechselt mit der Nummer 21, Dario Arndt“, so wurde der Einsatz des KSV-Ersatztorwartes angekündigt. Nur: Arndt trug die Nummer 8 und spielte im Sturm. Der Kasseler Personalnot geschuldet, kam er zu seinem ersten Feldspielereinsatz in der Verbandsliga. Passend zum Spielverlauf war es dann auch Arndt, der zum 3:3-Endstand traf. Aus der Drehung drosch der stürmende Keeper den Ball ins Tor – die feine Technik ließ so manchen Zuschauer auf dem G-Platz staunen. Archivfotos: Privat/nh, Bauscher/nh, Fischer/nh

Von Gregory Dauber

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.