Verbandsliga-Nachbarduell: Beide Rivalen mit neuen personellen Alternativen

Einen Favoriten gibt es nicht

Timo

Melsungen/Schwalmstadt. Favorit im Schwalm-Eder-Derby? Fehlanzeige. Alle Voraussetzungen lassen darauf schließen, dass das Nachbarduell in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem Melsunger FV 08 und dem 1. FC Schwalmstadt (So. 15 Uhr Freundschaftsinsel) ein höchst umkämpftes wird.

1.Die Bilanz: Absolut ausgeglichen. In den letzten acht Spielen gab es jeweils vier Siege für die MFV und vier für den FCS.

2.Die Form: Beiderseits schon erstaunlich gut. „15 Minuten Unordnung“ haben den Bartenwetzern beim Meisterschaftsauftakt in Hünfeld laut Trainer Timo Rudolph den durchaus möglichen Coup gekostet. Ansonsten stand die Abwehr sicher und nach vorn wurden immer wieder vielversprechende spielerische Lösungen gesucht. FCS-Trainer Carlos Serrano sah die gute Vorbereitung seiner Mannschaft beim 3:0 gegen Eschwege bestätigt, will diesen Sieg aber keineswegs überbewerten: „Wir müssen auf dem Boden bleiben.“

3.Das Personal: Beide Teams dürfen sich über neue Alternativen freuen. Beim MFV ist Kevin Hermansa wieder dabei und dürfte wohl auf der Außenbahn zum Einsatz kommen. Der FCS-Coach muss sogar einige „schwierige“ Entscheidungen treffen: wer für Rückkehrer Jannis Lerch auf die Bank muss, ob Sacir Nikosevic, der wieder fit ist, oder Alessandro Seck das Tor hütet, wer für Benjamin Lossek im Angriff weichen soll.

4.Die Taktik: Beide Teams haben mehrere Spielsysteme drauf. Melsungen könnte mit Viererkette, zwei Sechsern (Grunewald und Bajic), drei offensiven Mittelfeldspielern mit zwei Außen (einer davon mit Heinemann besetzt) und einem Stoßstürmer (Frommann) agieren. Oder auch mit einem lupenreinen 4:4:2-System, also zwei Stürmern. Der FCS hat mit Lossek ähnliche offensive Alternativen. Oder wie Coach Serrano sagt: „Wir sind da sehr variabel.“

5.Die Perspektive: Am zweiten Spieltag von Druck für eine Mannschaft zu sprechen, wäre sicherlich total verfrüht. Trotzdem lässt der Melsunger Coach keinen Zweifel daran, „dass ein Sieg für uns unheimlich wichtig wäre.“ Auch um zu Hause wieder eine Macht zu werden. Beim Hessenliga-Absteiger dürfte der überzeugende Auftaktsieg weitere Kräfte frei gemacht haben, so dass die Mannschaft völlig befreit aufspielen kann. „Von uns ist eine große Last abgefallen“, bestätigt der FCS-Coach. Und hofft nun darauf, „dass wir die gezeigten Ansätze im Derby bestätigen können.“ Klingt wie eine Kampfansage. Und ist es wohl auch. Fotos: Kasiewicz/Hahn

Von Ralf Ohm

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