Interview: Bernd Bilsing und Wolfgang Zientek vor dem Verbandsliga-Abstiegsduell

„Am Ende ein kühles Bier“

Haben einen guten Lauf: Die zweite Mannschaft des KSV Baunatal und ihr Trainer Bernd Bilsing. Archivfoto: Fischer

Kassel/Baunatal. Derby, Kellerduell, Sechs-Punkte-Spiel – am Sonntag tritt in der Fußball-Verbandsliga der KSV Baunatal II gegen den BC Sport an (15 Uhr, Baunsberg) – beide akut abstiegsgefährdet.

Mit den Trainern Bernd Bilsing und Wolfgang Zientek führten wir ein Doppel-Interview. Sie trainieren ihre Teams jeweils seit vier Jahren.

Wie ist der Kontakt zwischen Ihnen?

Zientek: Ich kenne Bernd schon ganz lang, etwa seit seiner Zeit beim VfL. Wir telefonieren auch ab und zu und tauschen uns über Gegner aus.

Bilsing: Wir treffen uns auch hin wieder auf einen Kaffee und einen Kuchen. Es ist schon eine enge Freundschaft zwischen uns – seit etwa 20 Jahren.

Ist schon klar, ob Sie ihr Team auch in der kommenden Saison weitertrainieren – unabhängig davon, ob in der Gruppen- oder Verbandsliga?

Zientek: Ja, ich mache auf jeden Fall ein Jahr weiter.

Bilsing: Es gibt eigentlich keinen Grund, warum ich nächstes Jahr nicht mehr Trainer bei Baunatal II sein sollte.

Was spricht dafür, dass Sie die Klasse halten?

Bilsing: Es ist die stärkste Verbandsliga der letzten Jahre. Der Klassenerhalt wäre für uns höher zu bewerten, als die Gruppenliga-Meisterschaft. Für uns spricht, dass wir einen kleinen Lauf haben, und dass uns die erfahrenen Winter-Neuzugänge enorm helfen – zumal wohl nur vier Teams absteigen werden.

Zientek: Die Niederlagen gegen Vellmar und Dörnberg haben mich ziemlich getroffen. Jetzt ist es bedeutend schwerer. Wir müssen schnell an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Baunatal hat für mich die besseren Karten. Sie sind durch die jüngsten Leistungen psychologisch im Vorteil. Wir müssen stabiler in der Abwehr werden.

Täuscht der Eindruck, dass Baunatal den Abstiegskampf angenommen hat, die Sportianer dagegen nicht so richtig?

Zientek: Ja, in der Rückrunde präsentiert sich Baunatal besser als wir. Bis zur Winterpause hatten wir die bessere Ausgangslage, jetzt hat sie Baunatal. Bei uns macht sich das Fehlen wichtiger Leute bemerkbar. Tim Metzner können wir zum Beispiel überhaupt nicht ersetzen. Baunatal kann dagegen auf Spieler der Ersten zurückgreifen.

Bilsing: Ich würde mir wünschen, dass wir beide drin bleiben. Das bedeutet, dass wir Willingen überholen müssen. Die haben aber noch viele Nachholspiele.

Zientek: Wir sind ja in einer ähnlichen Situation wie Willingen, aufgrund der Witterungsbedingungen und der Platzverhältnisse schuldlos hineingeraten. Aber diese Spiele müssen wir erst mal gewinnen. Ich würde mich auch freuen, wenn wir am Ende ein kühles Bier zusammen trinken können und sagen, dass wir es beide geschafft haben.

Wenn Sie freie personelle Auswahl beim Gegner hätten, wen würden Sie nehmen?

Zientek: Da würde ich natürlich Toni Bravo Sanchez nehmen, weil er ein vielseitiger, toller Fußballer ist, der Situationen sehr schnell erkennt.

Bilsing: Hinten würde uns ein Sammy Ghebramlak mit seiner Erfahrung gut tun, vorn ein Karim Kouay mit seiner Schnelligkeit.

Wie geht das Spiel am Sonntag aus?

Bilsing: Ich hoffe auf ein 2:1 für uns.

Zientek: 2:2 – das wäre auch im Hinspiel, als wir 2:1 gewannen, das gerechtere Ergebnis gewesen.

Von Sebastian A. Reichert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.