Verbandsliga-Spitzenspiel: FCS-Trainer Schweigert setzt auf Trotzreaktion – Steinbach in Bestbesetzung

„Entscheidung fällt im Mittelfeld“

Immer gefährlich: Steinbachs Top-Stürmer Florian Münkel hat bereits wieder neun Treffer auf seinem Konto. Foto: Hofmeister

Schwalmstadt. Spitzenspiel in Ziegenhain: Mit dem 1. FC Schwalmstadt hat der alte Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga den neuen Spitzenreiter SV Steinbach zu Gast (So. 14.30 Uhr Herbert Battenfeld-Stadion) zu Gast. Und will mit einem Sieg zurück an die Spitze.

1.Die Bilanz: In den letzten acht Spielen ging der FCS zweimal und der SVS dreimal als Sieger vom Feld. Das Torverhältnis (15:15) unterstreicht, wie eng fast alle Duelle waren. Ausnahme: Der letzte Schwälmer Heimsieg (4:0) in der Hinrunde der Aufstiegssaison 2013/2014.

2.Die Ausgangslage: Spricht auf den ersten Blick für den SV Steinbach, denn der hat am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg gegen den Hünfelder SV die Tabellenführung von Schwalmstadt übernommen. Ein Grund, das Saisonziel vielleicht nach oben zu korrigieren? „Nein“, winkt Steinbachs Sportlicher Leiter Hugo Kochanski ab, „dazu ist es noch zu früh.“ Der geht von einer „breiten Spitze“ aus - mit den Schwälmern als Favoriten: „Wer Meister werden will, muss den FCS hinter sich lassen.“

Respekt, den sich der Hessenliga-Absteiger durch neun Siege aus 14 Spielen erworben hat. Also geht Trainer Schweigert davon aus, „dass uns die letzte Niederlage in Bad Soden, als wir zumindest einen Punkt verdient gehabt hätten, nicht umwerfen wird.“ Im Gegenteil: „Die macht uns nur noch stärker, denn jetzt wollen wir unbedingt an die Tabellenspitze zurück.“

3.Die Form: Beiderseits stabil, besonders die der Gäste. Die sind nach 14 Spieltagen noch ungeschlagen. Allerdings waren unter den letzten acht Spielen auch vier Remis. Schwalmstadt hat genau so viele Siege wie die Osthessen auf dem Konto (neun) und holte vor dem 1:2 in Bad Soden aus den vorausgegangenen vier Spielen zehn von zwölf möglichen Punkten.

4.Das Personal: Rechtzeitig zum Hit in Schwalmstadt kann Steinbachs Trainer Karl Josef Müller wohl auf seine Bestbesetzung zurückgreifen und hat damit in allen Mannschaftsteilen spielstarke Alternativen. Der lange verletzte Petr Kvaca feierte gegen Hünfeld sein Comeback und könnte damit in Schwalmstadt als zweite Spitze neben Florian Münkel auflaufen. Der ist wie gewohnt (mit neun Treffern) Steinbachs erfolgreichster Torschütze.

Beim FCS hat mit Jan Henrik Wolf (8) ein offensiver Mittelfeldspieler die meisten Treffer erzielt gefolgt von Stoßstürmer Serkan Erdem (7). Beide zählen zur Schwälmer Stammelf, die sich ansonsten beinahe von allein aufstellt, denn der FCS-Coach muss weiterhin ohne sechs Spieler (Brauroth, März, Kiutzner, Kaquri, Lindenthal und Gerstung) auskommen. Nur auf der zweiten Sechserposition neben Steven Preuß hat er möglicherweise die Wahl zwischen Jan Philipp Trümner und André Meier.

5.Die Taktik: Beide Mannschaften bevorzugen eine Defensivabteilung mit einer Viererkette und zwei Sechsern, wobei sich mit Steven Preuß und Petr Paliatka auch gleich noch die Hauptstrategen gegenüber stehen werden, die das Spiel ihrer Mannschaft ankurbeln.

Offensiv bevorzugt Steinbach ein Vierermittelfeld (mit den starken Außen Julian Rohde und Marcel Ludwig) und zwei Stürmern (Münkel/Kvaca), dagegen tendiert Hans Schweigert eher zu einem 4:2:3:1-System. Auch um das eigene Mittelfeld zu stärken. Denn: „Wer dort präsenter ist, wird das Spiel für sich entscheiden.“ In Erwartung eines äußerst selbstbewussten Gastes, der seinerseits mit seiner gewohnten Geschlossenheit die Initiative ergreifen will.

Von Ralf Ohm

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