Gewinner und Verlierer: Preuß ist ein echter Kapitän – Melsungen fehlen Zuschauer

Erfolg mit Beetz und Rudolph

Licht und Schatten gab’s bei den heimischen Fußballern des 1. FC Schwalmstadt - und somit auch Gewinner und Verlierer:

GEWINNER FCS

Steven Preuß. Sinnbildlich für die ganz starke Saison des Kapitäns war das Heimspiel gegen Willingen. In der Nachspielzeit köpfte der Mittelfeldspieler das 4:3-Siegtor. Preuß blieb nach der Abstiegssaison bei seiner Mannschaft, stellt sich immer in ihren Dienst und ist einer, der den Unterschied ausmacht. Fällt der Spielmacher und Abräumer aus, hat die Schweigert-Elf im Mittelfeld ein riesiges Vakuum.

Hans Schweigert. Wohl dem, der einen solchen Sportsmann in seinen Reihen weiß. Eigentlich hatte sich Hans Schweigert als Trainer längst zurück gezogen, wollte sich ausschließlich der Familie widmen, ehe er sich breit schlagen ließ, nach Serranos Rücktritt nochmal einzuspringen. Derart überzeugend, dass ihn die Mannschaft dazu überredete, bis zum Ende der Saison weiter zu machen.

Jakob Gerstung. Was für eine Blitzkarriere! Gerade aus der A-Jugend gekommen, startete der 19-Jährige durch und etablierte sich über die zweite Mannschaft in der „ersten“. Dort kam der talentierte Mittelfeldspieler bereits auf elf Einsätze. VERLIERER FCS

Serkan Erdem. Geht er, bleibt er? Das war die Frage im Sommer. Der Stürmer blieb und schlug mit vier Toren in drei Spielen voll ein. Der 20-Jährige träumte laut von der Torjägerkanone. Um anschließend in 14 Partien nur noch dreimal zu treffen.

Der Mannschaftsarzt. Zunehmend vom Verletzungspech gebeutelt waren die Schwälmer. Zuletzt zog sich Jan Henrik Wolf im Derby eine schwere Verletzung zu. Das Problem: Der Kader ist viel zu klein. Jeder Ausfall wiegt doppelt schwer. Trainer Schweigert hat zwar elf gute Verbandsliga-Spieler, dahinter wird es aber eng.

Ebenso wie der FCS verbreiteten die Fußballer des Melsunger FV mehr Freude als Frust - nicht alle sind jedoch zur Winterpause glücklich. GEWINNER MFV

Trainerduo. Als Sascha Beetz und Timo Rudolph vor einem Jahr ins kalte Wasser geschmissen wurden, sorgte das durchaus für eine Überraschung. Doch die beiden jungen Eigengewächse haben sich freigeschwommen, sind bei ihren Mitspielern voll respektiert und haben die spielerischen Mittel im Team erweitert.

Carlos Michel. Klangvoll wie nie kam der Sturm des MFV vor der Saison daher. Behauptet hat sich der 19-Jährige, der mit fünf Treffern hinter seinem Vorbild Mario Kilian (11) die Nummer zwei der internen Torjägerliste ist. Ein gebürtiger Südhesse, gereift in der eigenen JSG, der ideal für Konter ist und keinem Zweikampf aus dem Weg geht.

Beständigkeit. Als launische Diva ging Melsungen jahrelang durch. Immer wieder hatte das Team kollektiv Aussetzer. Siegesserien waren praktisch Fehlanzeige. Jetzt gewann der MFV zwischenzeitlich viermal am Stück, siegte in sechs Heimspielen in Folge - auch ein Verdienst von Sascha Beetz und Timo Rudolph. VERLIERER MFV

Zuschauer. Mit 13341 Einwohnern zählt Melsungen zu den größten Städten im Kreis. Der ortsansässige Fußball-Verein ist erfolgreich wie selten zuvor - und (fast) keinen interessiert es. Zu etlichen Kreisligisten kommen regelmäßig mehr Zuschauer. Frustrierend für Vorstand, Trainer und Spieler.

Tobias Frommann. Es fing so schön für ihn an: 35 Minuten war die Saison alt, da traf der Stürmer zum 1:0 gegen Hünfeld. Anschließend gelang dem kopfstarken und schnellen Angreifer nur noch ein weiterer Treffer. Neben der starken internen Konkurrenz hatte der 26-Jährige wie zuvor schon in Schwalmstadt mit Verletzungen zu kämpfen. (ohm/dts/sbs)

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