Erstmals gegeneinander

Beim Gastspiel des FCS in Hünfeld kommt es zum Bruderduell der Schuchs

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Hat beim 1. FC Schwalmstadt hervorragend eingeschlagen: Innenverteidiger Maximilian Schuch. 

Hünfeld/Ziegenhain. Maximilian und Sebastian Schuch sind am Samstagabend verabredet.

Das ist eigentlich nichts besonderes, schließlich sind die beiden Brüder „beste Kumpels“ (Maximilian), wohnen in einem Haus und verbringen auch ihre Freizeit zusammen. Diesmal ist das Programm indes noch offen. Das hängt nicht zuletzt vom Ausgang einer Begegnung am Nachmittag ab, wenn um 15.30 Uhr in der Rhönkampfbahn der Hünfelder SV auf den heimischen Fußball-Verbandsligisten 1. FC Schwalmstadt trifft.

Das erste Bruderduell der Schuchs, was sich der mit 21 Jahren „kleine Bruder“ noch gar nicht so recht vorstellen kann. „Ich weiß gar nicht, wie das gehen soll“, sagt Maximilian Schuch. Und hofft trotzdem darauf, nach seiner Sperre wieder als Innenverteidiger in die Viererkette des FCS zurück kehren zu können. Damit wäre das Duell vorprogrammiert, denn Sebastian Schuch ist Stürmer.

Und entsprechend gespannt darauf, „was mein Bruder wohl für ein Gegenspieler sein wird.“ Den zu tunneln, sollte der 28-Jährige nicht versuchen, „denn dann gibt‘s eine Grätsche“, wie Maximilian schon mal vorsorglich ankündigt.

Der wagte vor der Saison den Sprung vom Gruppenligisten SVA Bad Hersfeld in die Verbandsliga - auch auf den Rat Sebastians hin. Der kannte den FCS aus eigener Erfahrung, wo er in der Saison 2009/2010 spielte. Und der kannte die Stärken seines Bruders, mit dem er in der Saison 2015/2016 - also vor seinem Wechsel nach Hünfeld - zusammen in Asbach spielte:„Maximilian ist zweikampfstark, hat ein gutes Stellungsspiel und kann auch im Spiel nach vorn etwas bewegen.“

Derlei Qualitäten fanden beim FCS-Trainer großen Anklang, so dass Marco Schwab von Beginn an auf seinen Neuzugang baute. Der Defensivmann war gesetzt, bis er gegen Weidenhausen die Rote Karte sah. Und nun im Training Gas geben will, um seinen Stammplatz zurück zu erobern. Was ihm nach seiner Einwechslung gegen Kaufungen (1:2) durchaus gelingen könnte, schließlich wäre Jakob Gerstung dann frei fürs Mittelfeld, wo gegen den Aufsteiger ein großes Loch klaffte.

Die Eltern von Sebastian und Maximilian Schuch, die sonst ihre beiden Söhne am Wochenende unterstützen, sind im Urlaub und daher am Samstag nicht dabei. Ob das so geplant war, weiß Sebastian Schuch nicht, kann sich aber gut vorstellen, dass Mama und Papa Schuch diese Terminüberschneidung nicht ungelegen kommt. Schließlich bleibt ihnen damit der Gewissenskonflikt erspart, wem ihrer Zöglinge sie im direkten Duell die Daumen drücken.

Von Ralf Ohm

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