Marcel Riemann macht weiter

FC Körle geht erste Saison in der Fußball-Verbandsliga an

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Freuen sich über den unverhofften Aufstieg in die Verbandsliga: Der FC Körle mit (stehend von links) Fitim Islami, Adrian Sohl, Felix Lenz, Daniel Gerlach, Daniel Fehr, Kai Lenz, (knieend von links) Tobias Scherbaum, Sami Essid, Mario Umbach, Dennis Alberding und Philipp Blumenstein. Es fehlen: Marcel Riemann, Philipp Winkler, Luis Taube, Trainer Teame Andezion, Co Trainer Tobias Fehr, Daniel Kraus, Markus Potratz, Thomas Melnarowicz, Kadir Eren, Maximilian Lohne, Dennis Friedrich, Christian Dobler-Eggers.

Das haben sie nun davon: Die Fußballer des FC Körle starten spontan bereits heute in die Vorbereitung.

Die Verbandsliga beginnt nämlich schon am 27. Juli und damit eine Woche vor der Gruppenliga, aus der Körle wie berichtet durch den Rückzug der SV 07 Eschwege als Dritter der Aufstiegs-Relegation doch noch den Sprung gepackt hat.

Das wurde gebührend gefeiert. Kapitän Luis Taube hatte die Ehre, die Feiermeute bei der Festwoche zum 50-jährigen Bestehen in Körle offiziell darüber zu informieren, dass die Mannschaft diesen historischen Schritt erstmals wagen wird. „Danach war bei uns die komplette Eskalation. Und jetzt müssen alle eine Schippe für die Herausforderung Verbandsliga drauflegen“, betont Sven Sennhenn.

Als Torhüter und 2. Vorsitzender ist der 33-Jährige seit 13 Jahren Körler und ebenso ein Urgestein wie Marcel Riemann. Der 35-Jährige wollte seine Karriere eigentlich im Sommer beenden. Doch jetzt hängt der torgefährliche Abwehrstratege noch ein Jahr dran.

Das ist ein wichtiger Mosaikstein für das Team, in dem er vor dem starken Rückhalt Mario Umbach ebenso ein Dauerbrenner ist wie die Lenz-Brüder Kai und Felix, Innenverteidiger Christian Dobler-Eggers, der im Endspurt schmerzlich vermisst wurde, Spielführer Taube und zwei Ex-Melsunger, die auf den Flügeln wirbeln. Der verbandsliga-erfahrene Dennis Alberding und Kadir Eren, bei dem es verwundert, dass er sich erst jetzt mit 28 Jahren auf diesem Niveau beweisen kann und beim MFV jahrelang nur in der Reserve in der Kreisoberliga kickte.

Ausreden werden nie geltend gemacht

„Wir werden uns wieder neu erfinden müssen und in der Verbandsliga sicher nicht mehr so viel Ballbesitz haben“, betont Co-Trainer Tobias Fehr. Der 29-Jährige hat im Paket mit Coach Teame Andezion voll eingeschlagen, nachdem er zehn Jahre lang als Jugendtrainer seines Heimatvereins JSG Edermünde tätig war. Der B-Lizenz-Inhaber hält nicht viel von dem Modell „Spielertrainer“ und schnürt seine Schuhe nach einer komplizierten Knieverletzung selbst nur noch zur Not und für die Reserve, die in der Relegation die A-Liga hielt.

Tobias Fehr

Drei Schlüssel macht Fehr für den zweiten Platz vor dem höher gehandelten TSV Wabern aus: Den Teamgeist und besonders die Einstellung, bei Verletzungen wie von Philipp Winkler (Kreuzbandriss) nie nach Ausreden, sondern Lösungen durch andere Akteure zu suchen, sowie das Derby gegen die SG Brunslar/Wolfershausen am 16. September. Das gewann der FCK mit 2:1 nach Toren von Eren und Thomas Melnarowicz.

Zuvor hatte Körle einen Fehlstart mit sieben Punkten aus acht Spielen hingelegt und war zwischenzeitlich Vorletzter. Kein Wunder, dass der unverhoffte Aufstieg nun besonders begossen wurde – und sich die Spieler ab heute mit Nachdruck in der Vorbereitung reinhängen.

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