Fußball-Verbandsliga: Rothosen bringen Spitzenreiter bei 0:4 nie in Verlegenheit

Flieden zu stark für CSC 03

Da durfte er noch mitmischen: CSC-Verteidiger Marcel Mand (links), hier im Duell mit dem Fliedener Marc Götze, musste noch vor der Pause nach der zweiten Gelben Karte gehen. Foto: Fischer

Kassel. Der Anreiz war immens. Denn Verbandsliga-Spitzenreiter SV Flieden hatte letztmals am 13. August verloren. Anders gesagt: vor knapp acht Monaten. Doch früh zeichnete sich ab, dass auch die Fußballer des CSC 03 Kassel der Aufgabe nicht gewachsen sein würden. Sie unterlagen auf eigenem Platz schließlich klar mit 0:4 (0:2).

Für die Rothosen war es ein unerfreulicher Nachmittag. Nicht nur für Trainer Lothar Alexi, der nach einer Schulter-Operation gehandicapt ist, sondern in erster Linie für seine ersatzgeschwächten Schützlinge. Sie fanden schlecht in die Partie und gerieten früh in Rückstand. Nach einem Eckball ließen sie Fliedens Torjäger Fabian Schaub nahezu unbehelligt, und der köpfte den Ball ins Netz (7.).

Nachdem die Gastgeber einige weitere brenzlige Situationen überstanden hatten, fanden sie sich ab der 20. Minute und hielten die Partie ausgeglichen. „Aber wir waren Fliedens Spielweise nicht gewachsen und haben es nicht verstanden, unsere Aufgabe spielerisch zu lösen“, bemerkte Alexi später. Und so geriet seine Elf häufig unter Druck, wenn die Gäste mit langen Bällen ihre durchsetzungsfähigen Offenspieler erreichten.

Mit erlaubten Mitteln konnte seine Defensive die Fliedener dann nicht mehr stoppen. Nach einer halben Stunde handelten sich die 03er im Zweiminutentakt Gelbe Karten ein, Marcel Mand bald sogar seine zweite. Er hatte Schaub im Strafraum gelegt und musste vom Feld. Imal Schersadeh verwandelte den Strafstoß gegen Alexander Bartuli glücklich (38.).

Alexi stellte um, beorderte Michael Dawid auf die linke Abwehrseite und Christian Käthner ins Mittelfeld. Die Rothosen waren zu zehnt eher darauf bedacht, den Rückstand nicht größer werden zu lassen, als eine Aufholjagd zu versuchen. Dennoch mussten sie durch Marco Gaul (72.) und Andreas Drews (81.) weitere Treffer hinnehmen. Torgefahr entwickelten sie selbst nur ein Mal. Den Freistoß ihres Neuzugangs Israel Suero Fernandez, der gelegentlich seine Qualität andeutete, fischte Fliedens Schlussmann Lukas Hohmann aus dem Eck (23.).

Eines immerhin schafften die 03er. „Bei unseren personellen Sorgen wollten wir darauf achten, dass nach Marcel nicht noch jemand mit Gelb-Rot raus muss und nächste Woche ausfällt. Das wenigstens hat geklappt“, sagte Alexi, dem die Gäste imponiert hatten: „Auch als wir dezimiert waren, kamen sie mit acht Leuten zurück.“

Von Wolfgang Bauscher

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