Herbe Niederlage

FSV Dörnberg verliert Derby gegen Schwalmstadt 

Der sitzt: Einen Freistoß zirkelt der Schwalmstädter Leonard Freund, der später noch einmal traf, unhaltbar über die Dörnberger Mauer ins Tor. Am Ende behielten die Schwalmstädter in Dörnberg mit 7:4 die Nase vorne. Foto: Michl

Dörnberg. Den FSV-Fans standen die Haare zu Berge, als sie sahen, wie ihre Mannschaft vom  1. FC Schwalmstadt demontiert wurde.

Auch Dörnbergs neuer Trainer Ralf Wetzstein schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf und ist um die kommenden Aufgaben nicht zu beneiden.

Ein Mitgrund des Debakels zog sich aber für alle 170 Zuschauer sichtbar wie ein roter Faden durch die Aktionen des FSV, vor allem im defensiven Verhalten: die Angst und Verunsicherung, am Ende wieder zu verlieren.

Ungünstiger hätte die Partie für Dörnberg nicht beginnen können. Gespielt waren noch keine zwei Minuten, da drückte der Schwälmer Fabian Seck einen Eckball an Torwart Dominik Zeiger vorbei zur Gästeführung über die Linie. Im direkten Gegenzug hätte Timo Dauber allein vor FC-Keeper Tobias Girschikofsky ausgleichen können, was jedoch der Gästetorwart mit einer Glanztat verhinderte.

Besser machte es dann Pascal Kemper (12.). Einen Schuss von Florian Müller ließ Girschikofsy abprallen, der FSV-Topvollstrecker staubte ab.

Die Dörnberger Freude hatte jedoch nicht lange Bestand. Nach einem unnötigen Foul gut 20 Meter vor dem FSV-Kasten hämmerte Leonard Freund (24.) den Freistoß unhaltbar für Zeiger in den oberen Torwinkel. Aber auch diesen Schock verdauten die Hausherren relativ schnell, drängten auf den erneuten Gleichstand. Doch die kompromisslose Gästeabwehr ließ nichts anbrennen. Bis auf eine Ausnahme: Eine weite Flanke von Tobias Gunkel landete genau auf dem Kopf von Kemper (45.+3), der Schlussmann Girschikofsky keine Chance ließ – 2:2.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Dörnberger nicht unbedingt vom Glück begünstigt. Bei einem Torschussversuch landete der Ball unglück am Arm von Tobias Gunkel, der souverän leitende Unparteiische Daniel Heist aus Kassel zeigte sofort auf den Elfmeter-Punkt. Die Chance nutzte Vedran Jerkovic (54.): Schwalmstadt führte erneut. Es dauerte nicht lange, da klingelte es wieder im FSV-Gehäuse durch Leonard Freund (61.). Neue Platzherrenhoffung, als der gerade eingewechselte Sandro Bätzing (70.) verkürzte.

Der FSV spielte nun Alles oder Nichts, ließ sich durch Brian Mitchell (72.) und Alexander Fey (83., 85.) klassisch auskontern. Vorher hätten die Platzherren nach Foul an Florian Müller (71.) aber einen „Elfer“ bekommen müssen. Dennis Dauber (90.) gelang die Ergebniskorrektur.

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